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BLS-Jahresergebnis 2018: Wo bleibt das Personal?

Die BLS hat heute ihr Jahresergebnis 2018 kommuniziert und in allen vier Geschäftsfeldern einen Gewinn ausgewiesen. Die Mitarbeitenden haben zu diesem positiven Resultat wesentlich beigetragen. Die BLS dankt es ihnen aber – leider nicht zum ersten Mal – mit keinem Wort. Hingegen will die BLS nun auch in der Sparte Schiff noch mehr Personal abbauen.

Bei der Reorganisation der BLS-Schifffahrt darf es keine Entlassungen geben! Ein Stellenabbau soll nicht im Vordergrund stehen und muss zwingend über die ordentliche Fluktuation erfolgen.

Sowohl im Passagier- als auch im Güterverkehr konnte die BLS 2018 stark zulegen. Sie erwirtschaftete in ihren vier Geschäftsfeldern Güterverkehr, Infrastruktur, Personenmobilität und Immobilien ein positives Ergebnis. Dieses wird allerdings getrübt durch die Kompensation aufgelaufener Zinsdifferenzen und Wertberichtigungen im Bereich Schifffahrt. Die BLS schreibt deshalb 2018 ein negatives Konzernergebnis von -12,6 Mio. Franken.

Personal wertschätzen

Nicht zuletzt dank ihren Mitarbeitenden ist die BLS so erfolgreich. Die BLS findet es allerdings nicht nötig, ihrem Personal für den geleisteten Einsatz im vergangenen Jahr zu danken. Im Gegenteil: Es soll durch Sparmassnahmen weiter abgebaut werden. So kommunizierte die BLS mit dem Geschäftsergebnis auch gleich ein zusätzliches Paket im Rahmen von «Best Way» bei der Schifffahrt. Die Flotte und damit auch der Personalbestand sollen verkleinert werden. Ausserdem tönte die BLS vage an, dass die Auslagerung der Schifffahrt in eine Tochtergesellschaft eine Option sein könnte. Für den SEV steht schon heute fest: eine allfällige Verschlechterung der Arbeitsbedingungen steht nicht zur Diskussion!

Der SEV akzeptiert generell keine Kündigungen aufgrund von Sparmassnahmen und weist die BLS an, betroffenen Mitarbeitenden Lösungen innerhalb des Unternehmens anzubieten.

Weitere Auskünfte:

Stefan Marti, Gewerkschaftssekretär SEV, 079 858 50 44

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