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SEV verlangt von SBB klares Bekenntnis zum Fahrzeugunterhalt

Fahrzeugunterhalt muss Kernaufgabe der SBB bleiben

Die Gewerkschaft SEV verlangt, dass die SBB auch in Zukunft den Unterhalt an ihren Fahrzeugen in ihren eigenen Unterhalts- und Industriewerken ausführt. Die heute bekanntgegebene Vergabe an Alstom muss ein einmaliger Ausrutscher bleiben. Nur Fachwissen im eigenen Haus sichert die langfristige Verfügbarkeit der Fahrzeugflotte.

Die Vergabe des Fahrzeugunterhalts für die ETR-610-Flotte an den Hersteller Alstom ist untragbar. Die SBB riskiert damit, notwendiges Fachwissen nicht aufzubauen, das in Zukunft nötig sein wird, um die langfristige Verfügbarkeit der Fahrzeuge zu sichern. Bei einer voraussichtlichen Betriebsdauer von 40 Jahren ist es falsch, wenn sich die Bahn in eine Abhängigkeit von Dritten gibt.

«Die SBB verfügt über die Spezialisten, die es braucht, um Schienenfahrzeuge jahrzehntelang betriebstauglich zu halten», betont SEV-Vizepräsident Manuel Avallone und ergänzt: «Es ist fahrlässig, sich sowohl bezüglich Fachwissen als auch bezüglich Preis in die Abhängigkeit eines multinationalen Konzerns zu begeben, dessen Interessen zweifellos völlig anders gelagert sind.»

Die SBB beteuert bei jeder Gelegenheit, dass sie den Fahrzeugunterhalt als Kernkompetenz erachtet. Darauf zählt der SEV; in den Industrie- und Unterhaltswerken sind mehrere tausend Arbeitsplätze in der Schweiz mit hohem Fachwissen vorhanden, die nicht einfach aufs Spiel gesetzt werden dürfen. Vielmehr gilt es, das Personal bei der Weiterentwicklung der Technik mitzunehmen.

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