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Ausschreibung der SBB für Temporäreinsätze auf Baustellen

SEV fordert Einhaltung gleicher Löhne und Arbeitsbedingungen

Die SBB schreibt heute öffentlich ein Volumen von rund 500 Temporärstellen aus, mit denen beim Unterhalt der Strecken der unregelmässige Bedarf abgedeckt werden soll. Der SEV erwartet, dass bei Temporäreinsätzen grundlegende Bedingungen eingehalten werden.

«Wir sind grundsätzlich der Meinung, dass die SBB ihre Unterhaltsaufgaben so weit als möglich mit eigenem, fest angestellten Personal erledigen soll», hält Barbara Spalinger, Vizepräsidentin SEV fest. Bereits im Frühling 2011 hat der SEV die SBB öffentlich aufgefordert, Unterhaltsleistungen so weit als möglich ins Haus zu holen, ein Insourcing zu machen. In der Folge hat die SBB beim Unterhalt zusätzliche Stellen geschaffen.

Die heutige Ausschreibung überrascht deshalb in ihrem Ausmass. 500 Stellen gehen nach Ansicht des SEV über das Abdecken von Spitzenbedarf hinaus. Der SEV bleibt bei seiner Forderung, dass für den kontinuierlichen Einsatz eigene Stellen geschaffen werden müssen.

Die heutige Ausschreibung weckt auch Befürchtungen hinsichtlich der Anstellungsbedingungen. «Es ist für uns selbstverständlich, dass das temporäre Personal zu gleichen Löhnen und gleichen Bedingungen hinsichtlich Arbeitszeit und Ruhezeiten eingesetzt wird wie das SBB-Personal», fordert Urs Huber, der für die Division Infrastruktur zuständige Gewerkschaftssekretär des SEV. Das SBB-Personal hat einen Gesamtarbeitsvertrag und untersteht dem Arbeitszeitgesetz; diese Bestimmungen müssen auch für die vorgesehenen Temporäranstellungen gleichwertig gelten.

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