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Organisationsanpassungen und neues Bahngastronomie-Konzept bei Elvetino

SEV fordert faire Chance für alle Railbar-Stewards

Bei Elvetino wird CEO Wolfgang Winter per 1. Oktober neu auch Leiter Verkauf Schweiz. Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV nimmt diese Anpassung positiv zur Kenntnis und fordert von Elvetino, dass sie bei der Umsetzung des neuen Catering- konzeptes allen 200 Railbar-Stewards eine faire Chance auf Weiterbeschäftigung bietet.

Der SEV erwartet, dass die Mitarbeitenden unter der neuen Verkaufsleitung wieder vermehrt über Motivation, Schulung und Coaching geführt werden sollen statt nur mit Kontrollen und disziplinarischen Massnahmen. Dass die Fehler- und Angstkultur abgeschafft werden soll, begrüsst der SEV sehr. Er hat diese Art der Führung seit Jahren kritisiert und anhand von Beispielen auch aufgezeigt, dass sie nicht zielführend ist.

Was sodann das neue Bordgastronomie-Konzept betrifft, das Elvetino in diesem Monat offiziell umzusetzen beginnt, erwartet der SEV von der 100-prozentigen SBB-Tochter, dass sie wie versprochen ihre soziale Verantwortung gegenüber ihrem Personal wahrnimmt.

Das Konzept sieht bekanntlich vor, dass bis Ende 2017 alle Railbars aus den Zügen verschwinden sollen, indem sie durch mehr Speisewagen mit Selbstbedienungszonen sowie durch Bedienung am Platz in Teilen der ersten Klasse ersetzt werden. Damit verlieren die zurzeit rund 200 Railbar-Stewards ihre Stelle, doch hat Elvetino garantiert, ihnen allen eine alternative Stelle anzubieten.

Railbar-Stewards haben Anrecht auf Umschulung

«Wir erwarten von Elvetino, dass sie alle Betroffenen unter Berücksichtigung deren individuellen Bedürfnisse an ihre neue Aufgabe heranführt», betont SEV-Gewerkschaftssekretärin Regula Bieri. «Alle müssen eine faire Chance erhalten, die verlangten Verkäuferfähigkeiten und Sprachkenntnisse zu erwerben.»

Somit hofft der SEV, dass sich mit dem neuen Konzept und der neuen Führung eine positive Zukunft für die Bahngastronomie ergibt und damit sichere Arbeitsplätze.

Bahngastronomie ist ein Service public

Nach wie vor bedauert der SEV aber das Verschwinden der Railbars aus den Zügen, da er nicht überzeugt ist, dass das neue Konzept der Kundschaft in der 2. Klasse einen ebenbürtigen Service bringt, insbesondere auf langen Strecken.

Klar ist für den SEV, dass ein Bordgastronomieservice zum Kundenservice der Bahn gehört und dass dieser kaum selbsttragend sein kann und muss.

Kommentare

  • Bieri

    Bieri05/03/2020 15:59:41

    vielleicht haben wir doch nicht so ganz recht gehabt mit den neuen Verkaufsleiter.......

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