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SEV begrüsst Kooperationsmodell für internationalen Fernverkehr

Cisalpino: der richtige Schritt

Die Verkehrsgewerkschaft SEV nimmt zufrieden zur Kenntnis, dass SBB und Trenitalia den internationalen Fernverkehr neu als Kooperation betreiben wollen und die erfolglose Tochter Cisalpino auflösen. Die SBB muss das betroffene Personal in der Schweiz übernehmen.

Es ist eine lange, leidvolle Geschichte, die Cisalpino hinter sich hat. Für den SEV, die Gewerkschaft des Verkehrspersonals, ist der jetzige Entscheid richtig, auf ein klassisches Kooperationsmodell zu wechseln. Der Entscheid zeigt, dass die Euphorien aus den ersten Liberalisierungsjahren langsam an Glanz verlieren. Offensichtlich wächst unter den Staatsbahnen die Erkenntnis, dass Zusammenarbeit weit eher zum Erfolg führt als der ruinöse Konkurrenzkampf. Zusammenarbeit ist auch das richtige Rezept gegen die ab nächstem Jahr mögliche Konkurrenz durch Dritte.

Erfreulich ist zudem, dass in der Schweiz Fachwissen im Unterhalt aufgebaut werden kann, das langfristig Arbeitsplätze sichert.

Die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Cisalpino in der Schweiz müssen von der SBB übernommen werden, nicht zuletzt, um den erfolgreichen Start der nun selbst geführten Züge im Verkehr mit Italien sicherzustellen. Das Zug- und Lokpersonal wurde schon bisher von den beiden Bahnen gestellt, womit sich dort keine Veränderungen ergeben.

Faktischer Stellenabbau bei Elvetino

Die Streichung der Nachtzüge zwischen der Schweiz und Italien führt nach Meinung des SEV faktisch zu einem Stellenabbau, da für die Nachtzugbegleiter keine gleichwertigen Stellen innerhalb von Elvetino verfügbar sind. Der SEV verlangt von Elvetino sofortige Verhandlungen für einen Sozialplan, um geeignete individuelle Lösungen für die Betroffenen zu finden.

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