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Sorgen um die Zukunft des Industriewerks Bellinzona

IW erhält weniger Cargo-Aufträge

Im Sommer sind die Aufträge von SBB Cargo ans IndustriewerkBellinzona drastisch eingebrochen.

Aufmerksame Tessiner Bundesparlamentarier/innen in Bellinzona.

Am 25. August besuchten fast sämtliche Tessiner Mitglieder des National- und Ständerats – nur Marco Romano konnte wegen einer Kommissionssitzung nicht kommen – das IW Bellinzona, das mit rund 500 Arbeitsplätzen für den Südkanton nach wie vor ein wichtiger Arbeitgeber ist.

Die Parlamentarier/innen sahen sich die verschiedenen Tätigkeitsbereiche des IW an, wobei die anforderungsreiche Achsaufbereitung auf ihr besonderes Interesse stiess. In der Wagenabteilung erfuhren sie, dass im Sommer vom Hauptkunden SBB Cargo erheblich weniger Aufträge hereingekommen sind, weil diese SBB-Tochter bedingt durch den starken Franken weniger Güter transportieren kann und deshalb weniger Bedarf an Rollmaterialunterhalt hat. Ersatzaufträge könne bzw. wolle die SBB nicht nach Bellinzona vergeben, da diese Aufträge anderswo erledigt würden, hiess es weiter. Der Lokbereich dagegen, der 2008 nach Yverdon hätte verschoben werden sollen (was damals den Streik auslöste), läuft dank Revisionsaufträgen weiterhin gut.

Werkleiter Felix Hauri zeigte sich gegenüber den Besucher/innen zufrieden mit der Arbeit im IW, aber auch besorgt um dessen Zukunft wegen des Rückgangs der Aufträge von Cargo. Er bat die Politiker/innen, für das Potenzial des IW Werbung zu machen. Auch Personalkommissionspräsident Gianni Frizzo bat die Besucher/innen, sich bei den Bahnen für Aufträge an Bellinzona einzusetzen.

Marina Carobbio Guscetti, die die Tessiner Deputation im Bundesparlament präsidiert, versprach, dass sie und ihre Kolleg/innen sich in Bern dafür einsetzen werden, dass die Probleme des IW angegangen und gelöst werden.

Gi / Fi

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