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Runder Tisch zu IW Bellinzona steht vor grosser Aufgabe

SEV hätte Verhandlungen vor dem Streik bevorzugt, doch er begrüsst die Verhandlungen nach dem Streik

Erst dank dem Einsatz von Bundesrat Moritz Leuenberger konnte der Konflikt um das Industriewerk Bellinzona soweit beigelegt werden, dass Verhandlungen möglich sind. Die SBB geht nun an jenen Punkt zurück, an dem sie von allem Anfang an hätte mit ihren Sozialpartnern und ihrer Belegschaft das Gespräch suchen müssen. Der Streik hat als letzter Ausweg seinen Zweck erfüllt.

Am 7. März hatte die SBB mit ihrem Abbaupaket das Personal und die Gewerkschaften vor vollendete Tatsachen gestellt. Die Ankündigung der Schliessung bzw. Privatisierung des Industriewerks Bellinzona führte zum sofortigen Streik – zumal zehn Monate zuvor noch ein Ausbau angekündigt worden war.

Erst jetzt ist die SBB bereit, jene Gespräche zu führen, mit denen sie sich von allem Anfang an diese Probleme hätte ersparen können. Die Forderungen, die der SEV am 7. März gestellt hat, können nun endlich erfüllt werden: Die Analysen und Fakten kommen auf den Tisch, Resultate müssen in Varianten aufgezeigt und eine Strategie präsentiert werden, die eine Perspektive fürs Personal von SBB Cargo und für den Schienengüterverkehr in der Schweiz enthalten.

Der SEV ist bereit, konstruktiv und lösungsorientiert am Runden Tisch mitzuwirken, wie er seit seiner Gründung jederzeit ein hartnäckiger, aber verlässlicher Partner der SBB gewesen ist und bleiben will.

Die Achtung des SEV gilt der Belegschaft des Industriewerks Bellinzona und ihren Angehörigen. Sie alle haben in den vergangenen fünf Wochen Aussergewöhnliches geleistet und grosse Belastungen auf sich genommen. Der SEV wird sich mit voller Kraft dafür einsetzen, dass der Runde Tisch ein Resultat ergibt, dass ihren Einsatz honoriert.


Weitere Auskünfte: 031-357 57 50 und 079-357 99 66,

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