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Der Kampf des SEV hat sich gelohnt

Die Wackelrente ist vom Tisch

Ein langer Kampf führt zu einem guten Ende: Die Pensionskasse SBB führt keine variablen Renten ein. Der SEV hat sich auf allen Ebenen gegen diese Wackelrenten gewehrt und sich letztlich durchgesetzt.

Ganz versteckt erklärt heute SBB-Chef Andreas Meyer in einem Interview mit dem Tages-Anzeiger auf die Frage, ob Wackelrenten vom Tisch sind: «Ja, für die nächsten Jahre auf jeden Fall.» Meyer setzt damit den Schlusspunkt unter eine Idee, die vom Anfang an in die falsche Richtung zielte. Mit variablen Renten sollte das ganze Risiko der Pensionskasse auf die Versicherten abgewälzt werden. Vor allem aber wäre damit das Prinzip durchbrochen worden, dass einmal bestehende Renten garantiert sind.

SEV-Präsident Giorgio Tuti ist erleichtert: «Die SBB muss nicht nur für ihr Personal, sondern auch für ihre Pensionierten ein verlässlicher Partner sein!» Der SEV hatte sich von Beginn weg auf verschiedenen Ebenen gegen die Pläne für die Wackelrente gewehrt. «Wir haben gewerkschaftlich und politisch eine breite Front gegen die Wackelrente aufgebaut, an der die SBB letztlich nicht vorbeigekommen ist.»

Die Pensionskasse SBB ist zurzeit in einer guten Verfassung, aber durch die Altersstruktur belastet. Auch hier scheint die SBB jedoch die Zeichen der Zeit erkannt zu haben, wenn Meyer im Interview ankündet, dass das Unternehmen zusätzliche Beiträge an die Pensionskasse prüfen will.

«Das war ein Kampf der gesamten Belegschaft, der zu einem guten Resultat geführt hat», zieht Tuti Bilanz.

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