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TPF

598 Unterschriften für eine Ausgleichsprämie 2026

Am 12. Mai hat eine Delegation der SEV-Sektion der Freiburgischen Verkehrsbetriebe (TPF) am Standort Givisiez eine Petition an HR-Leiterin Amélie Joye-Krebs überreicht. Der Direktor war nicht anwesend. Das Signal ist eindeutig: 598 Unterschriften – also mehr als die Hälfte des dem GAV unterstellten Personals – unterstützen die Forderung nach einer Ausgleichsprämie für das Jahr 2026. Das macht deutlich, dass innerhalb der TPF derzeit ein spürbares Unbehagen besteht.

Der Auslöser der SEV-Petition ist eine Verschiebung des Inkrafttretens der neuen Lohnskala. Diese trat vier Monate zu spät in Kraft, nämlich erst am 1. Mai 2026 statt am 1. Januar. Während dieser Zeit ist weder eine Lohnanpassung noch eine Erhöhung aufgrund der Dienstjahre vorgesehen. An der Generalversammlung vom 22. Januar beschlossen die Kolleginnen und Kollegen daher, an ihrer Forderung festzuhalten. Mit der Petition verlangen sie «die Gewährung einer Ausgleichsprämie für diese Periode».

Für die zuständige SEV-Gewerkschaftssekretärin Patricia Alcaraz ist dieses Vorgehen sowohl legitim als auch verantwortungsvoll. Der Petitionstitel «Eine Prämie für 2026!» fasst das Ziel zusammen: den realen Einkommensverlust auszugleichen, ohne die kommenden Lohnverhandlungen infrage zu stellen. «Der Zeitpunkt der Auszahlung dieser Prämie könnte verhandelt werden, sofern die Direktion klare Garantien liefert» und die Massnahme «ausdrücklich an die Lohnverhandlungen 2026 geknüpft wird, ohne Auswirkungen auf jene von 2027».

Die Übergabe der Petition soll zudem helfen, die aktuelle Blockade zu lösen. Angesichts der Hinweise auf ein angespanntes wirtschaftliches Umfeld fordert das Personal, dass ein Dialog stattfindet. Wie Alcaraz betonte, muss die Direktion die Anliegen des Personals ernst nehmen: Die Annahme des neuen GAV steht nicht zur Debatte, doch diese vier Monate bremsen die Lohnentwicklung. Deshalb braucht es eine Kompensation.

Die starke Mobilisierung zeigt, dass die Forderung sehr sinnvoll ist. Es geht um Lohngerechtigkeit. Der SEV erwartet nun, dass die Direktion diese Botschaft ernst nimmt und bereit ist, eine spezifische Verhandlung zu eröffnen. Für das TPF-Personal markiert die Petition einen wichtigen Schritt: eine entschlossene und klar formulierte kollektive Aktion. «Die Tür der Direktion steht offen», erklärte die HR-Leiterin bei der Übergabe der Petition. Die Sozialpartner hatten Ende Jahr eine Verhandlungsrunde für 2026 angesetzt.

Yves Sancey

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