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Europäisches Jahr der Schiene

SEV empfängt EU-Sonderzug in der Schweiz

Giorgio Tuti fuhr im Zug mit und machte auf die wichtige Rolle des Bahnpersonals beim Bahnausbau aufmerksam (siehe Video).

Gestern Montag hiess der SEV den "Connecting Europe Express" in der Schweiz willkommen, mit dem die Europäische Union auf ihr "Jahr der Schiene" aufmerksam macht und für den Ausbau der klimafreundlichen Bahn wirbt. "Dafür braucht es nicht nur Investitionen in Beton und Stahl, sondern auch ins Personal", war die Botschaft des SEV.

Der SEV empfing den EU-Sonderzug kurz nach dessen Grenzübertritt aus Deutschland bei der Einfahrt in den Bahnhof Schaffhausen mit SEV-Fahnen und solchen der Europäischen Transportarbeiter-Föderation (ETF) – und am Abend in Bern auch mit einem 18-Meter-Transparent mit der Aufschrift "Public Transport for Future".

Mit seinen Aktionen wollte der SEV darauf aufmerksam machen, dass der dringend nötige Ausbau der Bahn als klimafreundlicher Verkehrsträger nur möglich ist mit genügend, gut ausgebildeten und motivierten Bahnmitarbeitenden. 

Dies war denn auch die Hauptbotschaft von Giorgio Tuti, SEV-Präsident und Präsident der ETF-Sektion Eisenbahn, an die illustren Mitpassagiere aus Behörden und Politik – darunter Verkehrsministerin Simonetta Sommaruga – bei der Fahrt des Sonderzugs von Zürich nach Bern (siehe Video).

Drohender Personalmangel 

Bis 2035 gehen rund 40 Prozent des europäischen Bahnpersonals in Pension. Darum müssen die Bahnen attraktive Arbeitgeber sein, insbesondere auch für junge Leute und vor allem auch für junge Frauen, denn zurzeit liegt der Frauenanteil beim europäischen Bahnpersonal im Schnitt unter 20 Prozent.

Die EU lässt im September und Oktober den "Connecting Europe Express" durch fast ganz Europa rollen, um auf das europäische Jahr der Schiene aufmerksam zu machen und um für Investitionen in den Verkehrsträger Bahn zu werben. Genau genommen sind es eigentlich drei CEE-Züge wegen unterschiedlicher Spurbreiten der nationalen Netze.