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SBB Cargo

PWL warten auf ihre Prämien: SEV bereitet Klage vor

Technischer Kontrolleur Cargo (TKC) bei einer Zugkontrolle. Diese Aufgabe können nun im Binnenverkehr auch PWL übernehmen. (Foto: SBB Cargo)

Der SEV erhält laufend Anfragen von Prüfern Wagenladung (PWL), wann und ob sie die für ihre Zusatzausbildung versprochene Prämie erhalten. Der SEV hat bei der Leitung von SBB Cargo interveniert, doch sie verweigert weitere Zahlungen. Somit bleibt dem SEV nur noch der Rechtsweg. Er bereitet nun eine Präzedenzfall-Klage vor.

Im Jahr 2019 haben Verantwortliche von SBB Cargo Rangiermitarbeitenden versprochen, dass Absolventen der neuen Zusatzausbildung zum Prüfer Wagenladung (PWL) eine Prämie von 3000 Franken pro Jahr erhalten, bis die neuen Berufsbilder erarbeitet sind. Dies braucht aber Zeit: Die neuen Berufsbilder werden wohl frühestens per 1. Januar 2022 in Kraft treten können. In der Zwischenzeit sind die versprochenen Prämien geschuldet.

Doch von den bisher rund 230 ausgebildeten PWL haben viele bis heute noch gar keine Prämie erhalten, und keiner mehr als 3000 Franken, obwohl die Prämie jährlich bis zum Inkrafttreten der neuen Berufsbilder versprochen war. Die Leitung von SBB Cargo verweigert weitere Zahlungen mit dem Argument, mit dem Versprechen hätten bestimmte Vorgesetzte ihre Kompetenzen überschritten. Auch wurde das Versprechen offenbar nur mündlich abgegeben, doch können es zahlreiche Mitarbeitende bezeugen.

Der SEV intervenierte bei der Cargo-Leitung und musste zur Kenntnis nehmen, dass diese sich offenbar nur auf dem Rechtsweg zu weiteren Zahlungen bewegen lässt. Also bereitet der SEV nun anhand individueller Fälle eine Präzedenzfall-Klage vor. Direktbetroffene, die allenfalls für eine Klage zur Verfügung stehen, melden sich bitte bei Gewerkschaftssekretär Philipp Hadorn.

Weiter verlangt der SEV, dass die PWL-Zusatzkompetenz in den neuen Berufsbildern angemessen entschädigt wird, denn zusätzliche Kompetenzen mit periodischen Prüfungen und laufendes Update von Zusatzwissen bedeuten Zusatzaufwand.

Für weitere Informationen:

Philipp Hadorn, secrétaire syndical SEV
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