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Aufruf zum 1. Mai

Mehr zum Leben

Eine Ersparnis von 1 Franken 45 pro Person und Stunde: Das ist der ungeheuerliche Griff der SBB nach der Schmutzzulage ihrer Reinigerinnen und Reiniger. Der SBB würde das ganze 200000 Franken einbringen, während sich gleichzeitig ihr CEO dagegen wehrt, dass sein Einkommen unter eine Million Franken sinkt…

Dieser Angriff, gegen den sich der SEV wehrt, ist von grösster Aktualität, so kurz vor den Kundgebungen zum 1. Mai, die der Steigerung der Kaufkraft gewidmet sind. Diese ist für die Gewerkschaften des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes von höchster Priorität.

Die Reallöhne der gewöhnlichen Lohnempfängerinnen und Lohnempfänger stagnieren seit zwei Jahren, wohingegen jene der Manager laufend steigen. Es ist schlicht keine Lohnentwicklung sichtbar; und dies gilt erst recht für die Frauen, deren Einkommen weiterhin jenen der Männer hinterherhinken. Ein Schwerpunkt an diesem 1. Mai, wenige Wochen vor dem Frauenstreik vom 14. Juni.

Der Kampf für eine Steigerung der Kaufkraft steht klar im Zusammenhang mit den Angriffen auf den Lohnschutz, die im Rahmenvertrag mit der Europäischen Union enthalten sind. Die Kontrollen in den Betrieben zeigen eine hohe Zahl von Verstössen auf. Zu viele Arbeitgeber zahlen keine korrekten Schweizer Löhne, trotz der flankierenden Massnahmen zur Personenfreizügigkeit. Diese müssen deshalb ausgebaut und nicht geschwächt werden.

Beim Kampf gegen den Kaufkraftverlust geht es natürlich nicht nur um stagnierende Löhne, sondern auch um den andauernden Anstieg der Krankenkassenprämien. Es gilt deshalb, die Prämien auf höchstens zehn Prozent des Haushaltbudgets zu begrenzen, wie es die Prämien-Entlastungs-Initiative vorsieht, die vom SGB unterstützt wird. Der Unterschriftenbogen liegt der aktuellen Ausgabe der SEV-Zeitung bei oder kann hier heruntergeladen werden; unterschreibe die Initiative und sammle weitere Unterschriften!

Schliesslich ist daran zu erinnern, dass beide Sorgen die Rentner besonders betreffen. Die Neurenten der zweiten Säule liegen immer tiefer. Es ist höchste Zeit, die AHV-Renten zu erhöhen, damit die nächste Generation ebenfalls noch menschenwürdige Renten erhält.

Deshalb: Alle hinaus zum 1. Mai! Zeigen wir uns gemeinsam auf der Strasse mit der Forderung nach mehr Kaufkraft für alle.

Giorgio Tuti

Unter diesem Link findet Ihr eine laufend aktualisierte Tabelle der 1.-Mai-Veranstaltungen.

Kommentare

  • Martinez Jose

    Martinez Jose26/04/2019 11:04:52

    10% du salaire pour les primes assurances maladie, c'est trop !!

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