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Vorstand SEV befasst sich mit der Zukunft der Bahnfinanzierung

Grosser Einsatz bei der Abstimmung zu Fabi

Für die Abstimmung zu Fabi, der künftigen Finanzierung der Bahninfrastruktur, wird sich der SEV tüchtig ins Zeug legen. Der Vorstand hat dafür einen Kredit gesprochen.

Bereit zur Abstimmung: Unter diesem Logo führt der SEV zusammen mit der öV-Allianz den Abstimmungskampf für Fabi.

Eine nationale Abstimmungskampagne braucht grossen personellen Einsatz, und sie kostet auch viel Geld. Voraussichtlich im Februar 2014 wird das Schweizer Volk über Fabi abstimmen, die Vorlage zur Finanzierung der Bahninfrastruktur. Diese ist ein direkter Gegenvorschlag zur öV-Initiative, bei der der SEV einer der Hauptinitianten war.

Nach dem Rückzug der Initiative geht es nun für die öV-Allianz, die Trägerorganisation der Initiative, um die Kampagne für Fabi. Die Allianz besteht aus rund 20 Organisationen, die Führung liegt aber bei VCS, SEV, SP und Grünen.

Die Verkehrsbranche wird über ihre Interessenorganisationen VöV (Verband öffentlicher Verkehr) und Litra (Informationsdienst öffentlicher Verkehr) eine eigenständige Kampagne führen. Beide Kampagnen zusammen werden mehrere Millionen Franken kosten; das lässt sich für eine nationale Volksabstimmung nicht vermeiden.

Es geht um Arbeitsplätze

Der Vorstand SEV hat das Engagement der Gewerkschaft in dieser Kampagne diskutiert und ist zum Schluss gekommen, dass die Bedeutung für die Zukunft des öffentlichen Verkehrs und damit für die Arbeitsplätze im öffentlichen Verkehr ausgesprochen gross ist. Dementsprechend hat der Vorstand einen Beitrag des SEV von 250 000 Franken an die Abstimmungskampagne beschlossen. Wie Giorgio Tuti als SEV-Präsident und als Vizepräsident der öV-Allianz betonte, wird der SEV darüber hinaus eigenständige, auf die Gesamtkampagne abgestimmte Aktivitäten durchführen. Er wird damit seinen eigenen Beitrag an ein Ja zu Fabi leisten.

Gespräch mit Verwaltungsräten

Die beiden Personalvertreter im Verwaltungsrat der SBB, Andrea Hämmerle und Daniel Trolliet, besuchten die Vorstandssitzung, um im Gespräch die dringendsten Anliegen des Personals zu erfahren. Neben der Sicherheit, die zurzeit sowohl die Basis als auch die Führung stark beschäftigt, stehen die Pensionskassenfragen für die Gewerkschaft im Vordergrund. Der Vorstand gab den Personalvertretern den Wunsch mit, sich auch auf oberster Ebene gegen die «Wackelrente » einzusetzen. Die Verwaltungsräte ihrerseits wiesen darauf hin, dass sich ihr Gremium auf die strategische Führung beschränke, womit es sich zu einem wesentlichen Teil mit Finanzfragen auseinandersetze. Auf der politischen Ebene stehe für den Verwaltungsrat im Moment neben Fabi der Expertenbericht zur Organisation der Bahnen im Mittelpunkt.

pmo

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