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Swiss: Jobs brauchen Sicherheit

Luftfahrt ist Service public

Faktisch liegt die Swiss aufgrund der Coronakrise am Boden. «Jetzt braucht es vom Bund und der Swiss den Tatbeweis, dass die Luftfahrt ein existenzieller Teil unserer Volkswirtschaft ist», fordert Philipp Hadorn, Präsident von SEV-GATA, der Gewerkschaft des Bodenpersonals. Und präzisiert: «Eine Finanzspritze des Bundes ist entscheidend, damit die Jobs auch nach der Krise wieder gesichert sind. Und die Swiss muss es sich mit ihrem ausgezeichneten Erfolg im 2019 leisten, dem Bodenpersonal auch während der ganzen Kurzarbeit 100% Lohn zu zahlen.»

Die Coronakrise legt die Verletzlichkeit unseres Systems offen. Hart betroffen sind auch die Mitarbeitenden des Luftverkehrs. Dieser ist unbestreitbar ein wesentlicher Eckwert für den wirtschaftlichen Erfolg der Schweiz. «Jetzt gilt es sicherzustellen, dass das Knowhow der Mitarbeitenden über die Krise hinaus gesichert wird und die Kaufkraft auch während der Kurzarbeit zu 100% erhalten bleibt», unterstreicht Philipp Hadorn. Dies macht Sinn im Interesse der Mitarbeitenden, der Swiss und der schweizerischen Volkswirtschaft.

Die Schweiz hat bereits um die Jahrtausendwende nach dem Grounding der Swissair mit tatkräftiger Hilfe beim Aufbau der Swissair-Nachfolgerin Swiss klargemacht, dass die Luftfahrt «systemrelevant» ist. Auch in der aktuellen Krise ist es unumgänglich, dass der Bund mit einer Finanzspritze den Tatbeweis erbringt, dass er sich der Bedeutung der Luftfahrt bewusst ist. Gleichzeitig ist dies an Bedingungen zu knüpfen: Wie auch in anderen Bereichen des Service public gilt es von der Swiss zu verlangen, die Kaufkraft der Mitarbeitenden auch über die Monate der Krise zu erhalten. Die Strukturen sind mit Jobgarantien auf «Standby» zu halten, damit der für das Land wichtige Flugbetrieb so bald wie möglich wieder hochgefahren werden kann.

«Die Schweiz und die Swiss können und müssen diese Strukturen erhalten, damit sich die Schweizer Luftfahrt nach der Coronakrise wieder erholen kann, im Interesse der ganzen Volkswirtschaft», fordert Hadorn. «Es geht zudem um die Gleichbehandlung aller Mitarbeitenden im Service public, zu dem auch die Luftfahrt gehört. Das Swiss-Bodenpersonal hat mit seiner Zustimmung zu Modalitäten zur Bewältigung dieser Krise und zur Verlängerung des (verbesserungswürdigen) GAV auf Ende 2021 bereits nennenswerte Opfer gebracht – ganz zu schweigen von den Konzessionen in früheren Krisen. Ausserordentliche Entscheidungen brauchen den Mut zu ausserordentlichen Lösungen, wobei die Swiss vor einem Mittelabfluss zum Mutterkonzern zu schützen ist.»

Weitere Auskünfte:

Philipp Hadorn, Gewerkschaftssekretär SEV und Präsident SEV-GATA, 079 600 96 70

Kommentare

  • Graf Hans-Peter

    Graf Hans-Peter19/03/2020 17:54:24

    Flugverkehr als Teil des Service Public, zum Beispiel Flugverbindungen von Genf nach Zürich bzw. umgekehrt? Die Diskussionen und die Forderungen gehen Richtung Abbau des Flugverkehrs, Ausbau des internationalen Bahnverkehrs (u.a. Ausbau des Nachtzugsangebotes).

    Ich habe keine Probleme, dass sich der SEV für die materiellen Interessen der Angestellten bei der Swiss einsetzt.

  • Erwin

    Erwin31/03/2020 12:09:19

    Je rejoins le commentaire de M. Hans-Peter Graf et trouve juste que les intérêts matériels des employés non seulement de Swiss mais des installations aéroportuaires comme celle de l'Aéroport International de Genève soient au centre des préoccupations. Mais il faut tout remettre à plat, entre compagnies, fédérations internationales, gouvernements et population locale. Le trafic aérien tel que nous le connaissons n'est pas respectueux de la santé des riverains et ne contribue en rien à la décroissance ou à l'économie circulaire. L'arrêt brutal actuel, lui, contribue concrètement à la baisse de la pollution sonore et chimique de notre environnement. Je ne souhaite pas que tout reprenne comme avant avec des mouvements toutes les 90 secondes à Genève et un modèle économique qui a permis la diffusion rapide de l'épidémie dans le monde et qui va droit dans le mur.

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