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SEV begrüsst Gründung der Güterverkehrsallianz Xrail

Späte Einsicht zur Zusammenarbeit

Nach Jahren des ruinösen Konkurrenzkampfs haben heute grosse Güterbahnen Europas eine Zusammenarbeit vereinbart. Der SEV, die Gewerkschaft des Verkehrspersonals, sieht darin eine gute Basis für weitere Kooperationen.

Der SEV begrüsst die Gründung der Güterverkehrs-Allianz Xrail als Schritt der Vernunft. «In den vergangenen Jahren haben die Güterbahnen Europas in blinder Konkurrenzwut gegeneinander gearbeitet ohne zu realisieren, dass sie damit ihrem grössten Konkurrenten, der Strasse in die Hand spielen», erklärt SEV-Vizepräsident Manuel Avallone.

Die Bahnen müssen ihre Stärken gemeinsam ausspielen, um möglichst viele Güter auf die Schienen zu holen. Dazu gehören Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Sicherheit. Sind diese gewährleistet, sind Kunden auch bereit, beim Preis Zugeständnisse zu machen, denn die Unsicherheiten der Strasse fliessen in diesem Fall in die Berechnungen ein.

Vorerst geht es bei der Allianz um den Wagenladungsverkehr, doch fordert der SEV die Bahnen auf, sich auch beim lukrativeren kombinierten und Ganzzugsverkehr auf die Gemeinsamkeiten zu besinnen. Mit der Wettbewerbsstrategie der letzten Jahre wurden zwar die Preise gedrückt, nicht aber der Modal Split zugunsten der Schiene verbessert.

«Wenn es gemeinsam gelingt, mehr Güter auf die Schiene zu holen, fördert dies auch die Rentabilität der Bahnen, was letztlich Arbeitsplätze sichert und schafft», unterstreicht Gewerkschaftssekretär Philipp Hadorn, der beim SEV für Cargo zuständig ist. Dies alles sei im Interesse der Staaten, die nach wie vor Eigentümer der Unternehmen und der Infrastruktur sind.

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