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Abbau in den Rangierbahnhöfen der SBB geht weiter

Krise trifft die Bähnler, besonders die Rangierer

Die Rangierer sind die Krisenopfer bei der Bahn: Der Rückgang des Güterverkehrs führt zum Abbau von über 50 weiteren Stellen in den Rangierbahnhöfen, dies zusätzlich zu den Schliessungen in Rotkreuz, Biel und Olten.

Immer wieder trifft es die Rangierer: Strukturelle Veränderungen im Güterverkehr haben bereits in den vergangenen Jahren gravierende Abbauschritte ausgelöst, und nun führt der krisenbedingte Verkehrsrückgang zu einem weiteren Abbau. Der SEV, die Gewerkschaft des Verkehrspersonals, ruft die SBB zu besonderer Sorgfalt mit den Betroffenen auf, da es sich hier um Leute in Monopolberufen handelt, die ausserhalb der Bahn schwer eine Stelle finden.

Der SEV begrüsst es, dass die SBB, den Betroffenen Alternativen aufzeigt, wie es der SEV gefordert hat. Ein Angebot der SBB sind Stellen als Sicherheitswärter bei der Tochter Securitrans. Der SEV empfiehlt seinen Mitgliedern, diese Angebote individuell zu prüfen und sagt ihnen dabei seine Unterstützung zu. Es gilt für jeden Betroffenen, die Vor- und Nachteile abzuwägen.

Die Rangierbahnhöfe, obwohl zur SBB Infrastruktur gehörend, sind dem Schicksal des Güterverkehrs ausgeliefert. Frühere Gründe für rückläufige Bestellungen durch die Güterbahnen waren der Abbau von Zustellpunkten und der Trend zu Ganzzügen anstelle von Einzelwagen. Nun ist mit der Wirtschaftskrise ein Verkehrsrückgang hinzugekommen, der innert Jahresfrist bei einigen Bereichen des Schienengüterverkehrs deutlich über 25 Prozent liegt und nach Einschätzung von SBB Cargo und Infrastruktur nicht mit dem Einsetzen des Aufschwungs wieder korrigiert wird.

Ein weiterer Abbau kommt für den SEV nicht in Frage. Damit würde das Güterverkehrs-system in der Schweiz übermässig geschwächt, und es wäre ein frappanter Widerspruch zum mehrfach bestätigten politischen Willen zur Verkehrsverlagerung auf die Schiene.

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