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Fusionsabsicht der Gewerkschaft Kommunikation und des SEV

Meilenstein zur Bündelung der Kräfte

Am Dienstagvormittag, 21. November 2006, haben sich die Entscheidgremien der Gewerkschaften Kommunikation und SEV (Schweizerischer Eisenbahn- und Verkehrspersonalverband) für eine Fusion ausgesprochen. Sie wollen damit ihre Kräfte bündeln. Der eigentliche Fusionsentscheid wird im Mai 2007 gefällt; starten würde die neue Gewerkschaft mit rund 80'000 Mitgliedern voraussichtlich am 1. Januar 2009.

Am Dienstag konnten sich die Mitglieder der Gewerkschaft Kommunikation und des Schweizerischen Eisenbahn- und Verkehrspersonalverbandes SEV erstmals öffentlich und in den Entscheidgremien zur geplanten Fusion ihrer beiden Gewerkschaften äussern und ihre Erwartungen einbringen. Die Diskussionen waren konstruktiv, hochstehend und angeregt. Sowohl die Kongressdelegierten der Gewerkschaft Kommunikation wie auch der Verbandsvorstand des SEV haben anschliessend den Entscheid gefällt, der für beide Gewerkschaften einen Meilenstein bedeutet. Mit grosser Mehrheit haben sie sich im Grundsatz dafür ausgesprochen, dass der Fusionsprozess weiter vorangetrieben wird.

Die beiden Gewerkschaften weisen Ähnlichkeiten auf, die sie zum Fusionsprozess animiert haben: Ein grosser Teil ihrer Mitglieder arbeitet bei Betrieben, die zu den öffentlichen Diensten zählen und die noch bis vor wenigen Jahren dem Beamtenrecht unterstanden. Die Mehrheit der Mitglieder der Gewerkschaft Kommunikation arbeitet bei der Post oder bei der Swisscom, die Mehrheit der Mitglieder des SEV bei der SBB. Beide Gewerkschaften haben in den letzten Jahren Fuss gefasst bei privaten Mitbewerbern ihrer wichtigsten Sozialpartner. Und beide Gewerkschaften befinden sich zurzeit in konfliktträchtigen Phasen mit den Unternehmen des Bundes; die Gewerkschaft Kommunikation mit der Post, der SEV mit der SBB.

Im Mai 2007 beschliessen die Delegierten beider Gewerkschaften an ihren Kongressen über ein detailliertes Fusionsprojekt und die Aufnahme der Fusionsverhandlungen. Wie die neue Gewerkschaft mit ihren rund 80'000 Mitgliedern aussehen wird, werden auch die Mitglieder bestimmen können. Beide Gewerkschaften beschlossen am Dienstag, dass die Sektionen, Berufs- und Interessengruppen genauso in den Fusionsprozess einbezogen werden wie die Gewerkschafts-Angestellten. Vorgesehen ist, dass die neue Gewerkschaft am 1. Januar 2009 ihre Tätigkeit aufnehmen wird.

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