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Peko-Wahlen laufen an

Jetzt geht es um die neue Mitwirkung

Bis Anfang August läuft die Meldefrist für Kandidatinnen und Kandidaten, die sich in der Peko SBB und SBB Cargo einsetzen wollen. Neu sollen die Personalkommissionen in der Fläche mehr Bedeutung erhalten.

Gewerkschaftssekretär Jürg Hurni ist für die betriebliche Mitwirkung bei der SBB zuständig.

Betriebliche Mitwirkung ist bei der SBB seit der Bahnreform über die Personalkommissionen (Peko) geregelt. Auf die nächste Amtsperiode erfolgte nun erstmals eine Überarbeitung der Peko-Organisation mit dem Ziel, die Peko Fläche, also an den Arbeitsplätzen und in den Berufsgruppen, zu stärken.

In diesen Tagen beginnen die Wahlen für die Personalkommissionen gemäss der neuen Organisation. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die wahlberechtigt sind, erhalten eine Broschüre, die das Vorgehen erklärt und die verschiedenen Wahlkreise mit den jeweiligen Sitzzahlen auflistet.

Wahlen finden im Personenverkehr, bei den Konzernbereichen und Immobilien sowie bei SBB Cargo statt. Die Wahlen in der Division Infrastruktur wurden hingegen um ein halbes Jahr verschoben, um die Auswirkungen der Reorganisation I2.0 einzubeziehen.

SEV will starke Vertretung

Jetzt sucht der SEV Kandidatinnen und Kandidaten. «Wir wollen möglichst in allen Wahlkreisen antreten und gut qualifizierte Kolleginnen und Kollegen zur Wahl vorschlagen», betont Gewerkschaftssekretär Jürg Hurni, langjähriger Peko-Spezialist beim SEV. Als Kandidatin oder Kandidat kommt infrage, wer unbefristet nach GAV angestellt ist und mindestens 50 Prozent arbeitet (auch mit mehreren kleineren Pensen). Eine Kandidatur ist jeweils in jenem Wahlkreis möglich, wo man nach Arbeitsvertrag angestellt ist; wer mit mehreren Verträgen in unterschiedlichen Wahlkreisen arbeitet, kann nur an einem Ort antreten. In jedem Fall ist sowohl eine Kandidatur auf Stufe Fläche als auch auf Stufe Division möglich. «Es ist durchaus im Interesse des SEV, wenn Personen bereit sind, sich auf beiden Stufen zu bewerben, da damit Knowhow gewonnen wird», betont Hurni – aber natürlich ist das keine Voraussetzung.

Der SEV und die drei Personalverbände VSLF, Transfair und KVöV sind berechtigt, Kandidatinnen und Kandidaten direkt anzumelden. Wer nicht Gewerkschaftsmitglied ist, kann ebenfalls für die Peko kandidieren, muss aber im jeweiligen Wahlkreis eine bestimmte Anzahl Unterschriften von Wahlberechtigten sammeln, damit die Kandidatur gültig ist.

Schriftliche Wahlen im Spätsommer

Die Anmeldefrist läuft bis zum 5. August. Danach wird festgestellt, ob es in den Wahlkreisen zu stillen oder schriftlichen Wahlen kommt. Bei weniger oder genau passender Anzahl Kandidaturen gibt es stille Wahlen: Wer sich angemeldet hat, ist gewählt. Wo mehr Kandidaturen eingegangen sind, als es Sitze hat, gibt es schriftliche Wahlen. Diese finden im Spätsommer statt; die genauen Daten sind noch nicht bekannt. «Ich rechne damit, dass es an vielen Orten zu stillen Wahlen kommt, aber gewisse Personalkommissionen sind traditionell umstritten, und da kommt es zu Kampfwahlen», weiss Jürg Hurni.

Mit der Reorganisation der Peko sind die Aufgaben der Peko Fläche wichtiger geworden. «Das ist eine interessante Möglichkeit, sich für die Anliegen der Kolleginnen und Kollegen vor Ort einzusetzen», betont Hurni und fordert deshalb alle Interessierten auf, eine Kandidatur ins Auge zu fassen. Für die Arbeit in der Peko wird Arbeitszeit zur Verfügung gestellt.

Peter Moor

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