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GAV bei RegionAlps um fünf Jahre verlängert

«Wenn das Resultat jetzt derart gut ist, ist das kein Zufall»

Einstimmig hat die Generalversammlung der gewerkschaftlich organisierten Beschäftigten der Walliser Regionalbahngesellschaft RegionAlps am 19. September der Verlängerung des GAV zugestimmt.

Michael Favre, der Präsident der zuständigen SEV-Sektion, zeigt sich sehr zufrieden: «Von beiden Seiten gab es den Willen, zu einer guten Lösung zu kommen.» Gewerkschaftssekretär Tony Mainolfi erklärt: «Man muss darauf hinweisen, dass die 70 Mitarbeitenden zu nahezu 100 Prozent organisiert sind. Das Personal hat sich in den Vorbereitungssitzungen stark engagiert und die Verhandlungsdelegation gut unterstützt. Wenn das Resultat jetzt derart gut ist, ist das kein Zufall.»

Im einzelnen konnten namhafte Verbesserungen ausgehandelt werden:

Die Lohnbänder der drei Personalkategorien (Lokführer B100, Lokführer Kategorie B und Stichkontrolle) werden um insgesamt 4% angehoben, nämlich 2,5% 2017, 1% 2018 und 0,5% 2019. Ersatz von Frühstücks-, Mittags- und Nachtessenszulagen durch eine vereinfachte Pauschalentschädigung, wodurch das Personal finanziell besser fährt. Die Ruhetage entsprechen den Vorgaben im AZG. Bei der Pensionskasse (der gleichen Pensionskasse wie bei der SBB) wurden Übergangsmassnahmen ausgehandelt. Nachdem der Arbeitgeber die Altersguthaben um 12 Prozent erhöht hat, beteiligt sich das Personal mit je einem zusätzlichen Arbeitstag 2016, 2017 und 2018 an den Kosten. Dieser Tag wird vom persönlichen Arbeitszeitkonto abgebucht. Für das Vorgehen bei Personenunfällen wird ein genauer Ablauf vorgeschrieben. Diese Massnahme ist zwar ausserhalb des GAV angesiedelt, aber trotzdem sehr wichtig. Sie wird mit dem neuen Lokführerchef umgesetzt.

Hes/pan.

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