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Swiss Bodenpersonal

Petition «Basta» muss wirken!

Die Swiss fährt im ersten Quartal einen Gewinn von 30 Millionen Franken ein und bläst parallel zur Sparattacke. Das sind dunkle Wolken am Luftfahrthimmel. Unabhängig davon verhandelt der SEV-GATA seit Monaten einen neuen Gesamtarbeitsvertrag für das Bodenpersonal der Swiss. «Es ist entscheidend, dass der Boden-GAV 2027 die Attraktivität der Arbeitsbedingungen bei der Swiss erhöht», erklärt Philipp Hadorn, Präsident SEV-GATA und Leiter der Verhandlungsdelegation. Die Erwartungen der Mitarbeiter:innen sind entsprechend gross.

Verhandlungsmarathon

Bemerkenswerte Annäherungen konnten am dritten Verhandlungstag zum GAV 2027 für das Bodenpersonal erzielt werden. «Aber der erste Entwurf eines vorgelegten Leistungspaketes fiel beim beurteilenden Soundingboard der SEV-GATA-Mitglieder durch», erklärt Philipp Hadorn.

Die SEV-GATA-Delegation wurde beauftragt, weitere spürbare Nachbesserungen des Paketes zu erzielen. Um der Swiss aufzuzeigen, wie gross das Bedürfnis der Belegschaft ist, in dieser Angelegenheit ein faires Leistungspaket zu erarbeiten, wurde eine Unterschriftensammlung gestartet: Die Petition unter dem Motto «Basta, jetzt sind wir dran!» wurde im Mai lanciert. Nach wenigen Tagen wurden bereits rund 500 Unterschriften gesammelt, teilten die engagierten Soundingboard-Mitglieder mit, obwohl die Sammelfrist erst jetzt, am 29. Mai 2026 endet. Mit diesem Wissen kann die Delegation gestärkt die nächste Verhandlungsrunde mit der Swiss-Leitung antreten. Die Mitarbeiter:innen zeigen sich kämpferisch und sind bereit, auch eine Eskalation auszutragen, wenn nicht deutliche Verbesserungen erreicht werden.

Unmut bei den Mitarbeiter:innen

Beim Swiss-Bodenpersonal ist auffällig, dass nur 56 Prozent der Mitarbeiter:innen dem Gesamtarbeitsvertrag unterstellt sind. 44 Prozent - mit OR-Verträgen in einer Kaderstufe platziert - sind nicht dem GAV unterstellt. Besonders stossend ist für viele Mitarbeiter:innen, dass diejenigen unter OR-Verträgen wie auch anderer Berufskategorien, bei gutem Betriebsergebnis hohe variable «Prämien» erhalten. Ebenso stossend ist, dass die Kolleg:innen, die tagsüber und nachts, oft Wind und Wetter ausgesetzt sind, unzureichende Zuschläge in Zeit und Geld erhalten. Auch die Einsätze an Wochenenden werden als schlecht honoriert empfunden. Die Auswirkungen von dauerhafter Nachtarbeit stellt für nicht wenige der Betroffenen eine ernsthafte gesundheitliche Herausforderung dar. «Zurecht lancierten Betroffene die Petition, ‹Basta, jetzt sind wir dran!›, denn Wertschätzung muss sich auch in fairen Arbeitsbedingungen ausdrücken,» betont Philipp Hadorn.

Deadline GAV

Der laufende GAV kann erstmals bis am 30. Juni auf Ende Jahr gekündigt werden. Mitte Juni kann der Tatbeweis für ausreichend notwendige Verbesserungen im GAV 2027 erbracht werden. Basta, jetzt ist das Bodenpersonal dran!

Renato Barnetta

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