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Christian Fankhauser antwortet

Busfahrer/innen: Unterstützung heisst nicht Kontrolle

Busunternehmen setzen vermehrt auf Systeme, die den Fahrstil der Chauffeure kontrollieren, so wie das System «RIBAS». Wie steht der SEV zu einer solchen Überwachung?

Das System RIBAS wertet elektronisch Fahrereignisse aus, so zum Beispiel eine zu hochtourige Fahrweise, zu starkes Bremsen oder zu starke Beschleunigung. Es warnt den Busfahrer mit Warnlampen. Und verhilft damit zu ökologischerem Fahrverhalten, was sich schliesslich auch auf den Treibstoffverbrauch auswirkt. In Zeiten der Klimaerwärmung begrüsst der SEV diese Kontrollen und Auswertungen grundsätzlich sehr.

Der Knackpunkt zeigt sich bei der Datenspeicherung: Der Busfahrer oder die Busfahrerin selber sowie die Betriebsleitung haben Zugriff auf die Daten und können diese später nachverfolgen.

Der SEV sieht diese Datenanalyse als klaren Vorteil für die Verbesserung des Fahrstils und als Unterstützung für das Fahrpersonal. Die Daten dürfen aber in keinem Fall dazu genutzt werden, um Disziplinarmassnahmen einzuführen. Die Auswertung darf sich nie auf die Löhne auswirken. Sollte dem SEV ein solcher Fall bekannt werden, würde er sich vehement dagegen wehren.

Wir unterstützen stets gerne Massnahmen, die zur Weiterentwicklung des Personals eingesetzt werden. Sie dürfen aber keinen negativen Einfluss auf die Arbeits- und Anstellungsbedingungen der Mitarbeitenden haben.

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