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SBB will Industriewerk Biel privatisieren

SEV kämpft weiter gegen die Auslagerung

Die Befürchtungen, die der SEV bereits im März geäussert hat, werden Tatsache: SBB Cargo will sich als Besitzerin komplett aus dem Industriewerk Biel zurückziehen. Der SEV setzt sich weiterhin dafür ein, dass das Industriewerk ein Teil der SBB bleibt.

Für die Gewerkschaft SEV (Schweizerischer Eisenbahn- und Verkehrspersonal-Verband) bleibt es inakzeptabel, dass SBB Cargo derart zentrale Unterhaltsaufgaben aus der Hand geben will. Eine private Mehrheitsbeteiligung beim Unterhalt von Rangierloks und Dieselfahrzeugen sowie der komplette Verkauf des Unterhalts von Kesselwagen widersprechen der Bedeutung, die diese Arbeiten für SBB Cargo haben.

Die angekündigten Garantien fürs Personal sind im Bereich des Kesselwagen-Unterhalts auf dem absoluten Minimum. Für die übrigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des IW Biel sollen die Bedingungen des neuen Gesamtarbeitsvertrags beibehalten werden; doch dieser Vertrag ist weit von einer Einigung entfernt. Insbesondere fordert SBB Cargo im Rahmen der laufenden Verhandlungen bereits die Übernahme des Industrie-GAV für ihre Unterhaltsanlagen und damit eine deutliche Verschlechterung der bestehenden Arbeitsbedingungen. Die Garantien bedeuten damit also eine äusserst ungewisse Zusage – auch bezüglich deren Dauer.

Der SEV fordert SBB Cargo nochmals mit aller Schärfe auf, von den geplanten Auslagerungen abzukommen und das Industriewerk Biel als Teil des eigenen Unternehmens mit SBB-üblichen Anstellungsbedingungen weiterzuführen.

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