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Vorstand SEV

STAF: Stimmfreigabe

Der SEV-Vorstand entschied sich an seiner Sitzung vom 12. April für die Stimmfreigabe zur STAF-Vorlage, die am 19. Mai vors Volk kommt.

Die Finanzierung der AHV und die Digitalisierung standen im Zentrum der Vorstandssitzung.

Die Vorlage zur Steuerreform und AHV-Finanzierung (STAF) ist ein heikles Thema bei den Gewerkschaften des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds (SGB), der seinen Mitgliedern Stimmfreigabe erteilte. Auch der SEV stellte sich die Frage, wie er mit der Vorlage verfahren soll. Der Vorstand entschied knapp, keine Stimmempfehlung abzugeben, um keine internen Spannungen zu provozieren. Erklärung des Inhalts der Vorlage und Argumente pro und kontra auf den Seiten 4 und 8 dieser Zeitung.

Der SEV empfiehlt hingegen wie der SGB, die zweite Abstimmungsvorlage vom 19. Mai zum Waffengesetz anzunehmen.

Anlässlich der Vorstandssitzung hat die Geschäftsprüfungskommission des SEV ihren Jahresbericht vorgestellt. Ihr Präsident Kurt Wüger lobte den gut funktionierenden Betrieb des SEV. Insbesondere hob er die gute Arbeit des SEV bei den GAV-Verhandlungen mit der SBB hervor. Auch dank der Mobilisierung der Mitglieder konnte eine massive Verschlechterung des Vertrags verhindert werden.

Der GPK-Präsident unterstrich auch den Erfolg der letztjährigen Bildungstagung der Frauenkommission zum Thema «Veränderung – Digitalisierung – Flexibilisierung», an welcher über 132 Frauen teilnahmen.

Zwei Studien zur Digitalisierung

SEV-Präsident Giorgio Tuti brachte an der Vorstandssitzung den Digitalisierungsfonds der SBB zur Sprache. Dieser wird präsidiert von SBB-CEO Andreas Meyer. Der SEV-Präsident amtet als Vizepräsident. Dank dem Digitalisierungsfonds können zwei Studien realisiert werden. Die erste wird durch die ETH Zürich und das Beratungsunternehmen PwC durchgeführt. Sie soll Informationen liefern über mögliche Veränderungen der Berufsbilder bei der SBB, über Standorte, an denen Arbeitsplätze entstehen oder verschwinden könnten, sowie darüber, welche Kompetenzen in Zukunft gefragt sein werden.

Und wo bleibt das Personal?

Im zweiten Quartal 2019 wird die zweite Studie aus dem Digitalisierungsfonds lanciert. Sie soll aufzeigen, mit welchen Präventionsmassnahmen es möglich ist, die negativen Auswirkungen der Digitalisierung auf das Personal zu reduzieren, wie die Konkurrenzfähigkeit des Personals auf dem Arbeitsmarkt erhalten werden kann und welche Optionen Arbeitnehmende haben, die aufgrund der neuen fachlichen Anforderungen den Anschluss verpassen.

Eine weitere Studie ist in Vorbereitung, die sich auf den steigenden Informationsfluss und die wachsende Anzahl Kanäle aufgrund der Digitalisierung und der sozialen Medien konzentrieren wird. Die SBB und ihre Sozialpartner erhoffen sich davon vor allem eine solide Basis für die Gestaltung der Arbeitswelt und der Rahmenbedingungen von morgen.

Für den SEV ist die Mitwirkung des Personals am digitalen Wandel eine Notwendigkeit, wie sie bereits der Kongress 2017 mit Annahme eines Positionspapiers dazu unterstrichen hat. Die Beteiligung der Sozialpartner am Digitalisierungsfonds der SBB ist folglich eine Chance.

Der Vorstand beschäftigte sich auch mit dem Kongress 2019, der am 4. Juni stattfinden wird. Die nächste Zeitungsausgabe vom 15. Mai wird sich vertiefter damit befassen.

Vivian Bologna/Übersetzung: chf

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