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Fahrpersonal öV

Ein WC ist kein Luxus!

Der SEV kämpft seit langem dafür, dass das Fahrpersonal Zugang zu WCs hat. Auf etwa fünfzehn Genfer Buslinien - von den insgesamt etwa fünfzig im Kanton - ist es besser, ein Mann zu sein und sich im Gebüsch erleichtern zu können.

Am 8. Juli verurteilte der SEV das eklatante Beispiel der Haltestelle «Esserts» in der Gemeinde Onex, wo man ins Einkaufszentrum gehen muss, um seine Notdurft zu verrichten. Valérie Solano, Gewerkschaftssekretärin SEV, machte zusammen mit Kollegen von TPG-Subunternehmern durch symbolisches Verteilen von Toilettenpapier auf diesen Mangel an WCs aufmerksam.

Für sie ist dieser Esserts-Halt symbolhaft: «Mehrere Linien haben dort ihre Endstation und viele Fahrer verbringen hier ihre Pause zwischen zwei Arbeitseinsätzen. Dennoch gibt es keinen ruhigen Ort, an dem man eine Pause einlegen oder auf die Toilette gehen kann.»

Einige Fahrer berichten, dass sie jeden Morgen berechnen müssen, wie viel Wasser sie trinken dürfen, um nicht irgendwo in der Natur anhalten zu müssen. Andere erklären die gesundheitlichen Folgen von Dehydrierung und längerem Sitzen: Prostataprobleme, Nierenprobleme, etc. 

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