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Fernbusse

Erste Kontaktaufnahme

Am 6. Juli wurde der SEV von Eurobus empfangen. Beim offenen Informationsaustausch ging es auch um einen GAV.

Das Treffen fand auf Anfrage des SEV statt. Die Diskussionen zwischen SEV-Vizepräsidentin Barbara Spalinger, SEV Bus-Koordinator Christian Fankhauser sowie Andreas Meier, Geschäftsführer Eurobus Gruppe, und Roger Müri, Leiter Fernbus, verliefen in freundlicher Atmosphäre und hatten einen ersten offenen Informationsaustausch zum Ziel.

Die SEV-Delegation zeigte ihr Interesse an den aktuellen Löhnen der Chauffeure und am Personalreglement. Denn das Unternehmen hat bisher keinen GAV. Der SEV hat deshalb auch angekündigt, bald einen GAV für die Fernbus-Branche verhandeln zu wollen. Die Eurobus-Führung will dazu erst in ein paar Monaten Stellung nehmen, wenn sie die Zukunftsfähigkeit ihrer drei konzessionierten Linien besser kennt. Demnach kann frühestens im Januar 2019 ein nächstes Treffen stattfinden, um darüber zu diskutieren. Die Türen für GAV-Verhandlungen stehen also offen.

Der SEV hat Eurobus auch darüber informiert, wie beim BAV in Bezug auf die Branchenüblichkeit vorgegangen werden kann. Denn es braucht eine Abgrenzung der Fernbuslinien in Bezug auf die vom BAV empfohlenen Mindestlöhne. Die Erteilung der Fernbus-Konzessionen im Februar erfordert eine neue Regelung mit eigenen Mindestlöhnen. Eurobus schätzt ihre Löhne höher ein und zeigte sich gelassen.

Zur Erinnerung: Eurobus betreibt seit 10. Juni die ersten drei Fernbuslinien in der Schweiz. Flixbus liefert in der Kooperation bisher nur das Reservationssystem.

Nach dieser ersten Kontaktaufnahme bleibt zu hoffen, dass aus den Diskussionen letztlich ein GAV resultiert. Der Ball liegt bei Eurobus. Das Unternehmen kann viel gewinnen, wenn es sich für den sozialen Dialog öffnet und sein Image als Billigunternehmen ablegt.

Yves Sancey/chf

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