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SEV-GATA hat Erwartungen an neue Swiss-Führung

Swiss muss schweizerisch handeln

Der Wechsel an der Spitze der Swiss muss auch in der Sozialpartnerschaft spürbar sein. Das fordert die Gewerkschaft SEV-GATA mit Blick auf die angekündigten Straffungen der Organisation der Muttergesellschaft Lufthansa. Der starke Beitrag der Swiss zum Erfolg des Konzerns muss in den Leistungen fürs Personal in der Schweiz spürbar sein.

«Wir stehen dem neuen Chef der Swiss offen gegenüber», hält Philipp Hadorn fest, Präsident von SEV-GATA und Gewerkschaftssekretär SEV. Mit Blick auf dessen rein deutsche Erfahrung betont er: «Sozialpartnerschaft in der Schweiz muss nach unsern hiesigen Gegebenheiten spielen.» Die Sozialpartnerschaft müsse vertieft gelebt werden, so dass sie endlich auf allen Ebenen als Gewinn für beide Seiten anerkannt wird.

«Die Unzufriedenheit der Mitarbeitenden beim Bodenpersonal, die sich in der Mitarbeitendenbefragung gezeigt hat, ist ernst zu nehmen und die erforderlichen Massnahmen müssen mit uns verhandelt werden», führt Hadorn aus. Anschliessend gelte es, Verbesserungen konsequent umzusetzen.

Hadorn zeigt sich allerdings besorgt, dass die Straffung des Konzern zulasten des Schweizer Bereichs gehen könnte: «Swiss trägt einen sehr wesentlichen Anteil am Konzernerfolg; wir erwarten, dass das in der Zentrale gewürdigt wird, auch was die Arbeitsbedingungen angeht.» Diese Sorgen stützen sich auf Erfahrungen früherer Jahre, als Straffungen in der Lufthansa-Organisation immer zu schmerzlichen Einschnitten in der Schweiz geführt hatten. «Ohne Einbezug der Gewerkschaften kann ein solches Projekt nur scheitern», hält Hadorn vorsorglich fest. Insbesondere sei wichtig, dass auch die erforderlichen personellen Ressourcen für die kommenden Herausforderungen eingeplant werden.

Im Hinblick auf das ordentliche Auslaufen der Swiss Luftfahrtstiftung im Oktober fordert Hadorn, der für den Kanton Solothurn im Nationalrat ist: «Auf meine Motion hin anerkennt der Bundesrat, das weiterhin ein Bedürfnis nach einem Monitoring der schweizerischen Luftfahrt insgesamt und der bestmöglichen Einbindung der Schweiz in den internationalen Luftverkehrsmarkt besteht. Jetzt erwarten wir den Tatbeweis, gerade auch im Interesse sicherer Arbeitsplätze.» Die Swiss wurde dank dem Einsatz von rund 2 Milliarden Franken öffentlicher Gelder aus den Aschen der „Swissair“ gerettet.

 

GATA: SEV Aviation (Groundstaff Aviation Technics and Administration) ist die Abteilung Luftverkehr des SEV, der Gewerkschaft des Verkehrspersonals.

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