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SEV-GATA verlangt Schweizer Arbeitsplätze für Swiss

Swiss-Angestellte zahlen für das Sparprogramm der Lufthansa

19 Mitarbeitende der Swiss fallen dem Lufthansa-Sparprogramm zum Opfer. Die Konzentration von Finanzdienstleistungen in Krakau sollen insbesondere einfache und standardisierte Arbeitsplätze im «Billiglohnland» Polen ermöglichen. SEV-GATA verurteilt die schleichende Erosion von Arbeitsplätzen der Swiss.

«Wo Swiss drauf steht, soll Swiss drin sein», hält Philipp Hadorn, Präsident von SEV-GATA und Gewerkschaftssekretär SEV fest. Dies verlangt Hadorn nicht nur als Nationalrat im Parlament zur Swissness-Vorlage, sondern auch als Gewerkschafter bei der an die Lufthansa verkauften Schweizer Fluggesellschaft.

Milliarden Steuerfranken der Schweizer Bevölkerung wurden in die Swiss investiert, insbesondere auch um Arbeitsplätze in unserem Land zu sichern. Im Rahmen des Lufthansa-Sparprogramm «Global Business Service (GLOBE)» liegt nun ein erster Entscheid mit einschneidenden Folgen für den Lufthansa-Werkplatz Swiss vor. 19 Personen aus der Buchhaltung sollen eine Kündigung erhalten. «Die gewährte Verbesserung des bestehenden Sozialplanes ist begrüssenswert, vermag aber nicht die schleichende Verabschiedung der ‹Shared Services› zu rechtfertigen», hält Hadorn fest.

SEV-GATA wird die weiteren Schritte der Swiss im Rahmen des Lufthansa-Programms prüfen und erwartet in Zukunft vom obersten Lufthansa-Chef Christoph Franz eine der Schweiz angepasste Lösung; als ehemaliger Swiss-Chef kennt er die konkreten Verhältnisse der im Branchenvergleich bestens aufgestellten Unternehmung. Die Marke Swiss ist ein Wert, der nicht weiter ausgehöhlt werden darf – im Interesse der Mitarbeitenden und der Unternehmung.

SEV-GATA stellt seinen Mitgliedern weiterhin Beratung und Betreuung zur Verfügung.

SEV-GATA (Groundstaff Aviation Technics and Administration) ist die Abteilung Luftverkehr des SEV, der Gewerkschaft des Verkehrspersonals.

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