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Viele offene Fragen beim Umzug von SBB Cargo nach Olten

SEV verlangt individuelle Lösungen fürs Personal

Der SEV erachtet den Umzug von SBB Cargo nach Olten als Chance für einen Neuanfang. Er warnt aber vor den damit verbundenen Risiken, insbesondere für die Mitarbeitenden, die mit den allzu vielen Standortwechseln stark belastet werden.

Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV begrüsst grundsätzlich, dass die krisengeschüttelte SBB Cargo Einsparungen nicht nur auf Kosten des Personals und der Kundschaft vornimmt, sondern die zu teuren Räume in Basel aufgibt. Andererseits handelt es sich für viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um den dritten Umzug innert zwölf Jahren (Bern, Freiburg, Basel, Olten), was zu hohen Kosten und sozialen Nachteilen führt. Der SEV fordert eine Vereinbarung, die den Betroffenen grosszügige Unterstützung beim erneuten Umzug bietet. Wo nötig müssen angemessene individuelle Lösungen gefunden werden.

«Wir erwarten, dass nach der Umsetzung der zahlreichen Reorganisations- und Abbauprojekte mit dem Wechsel an einen neuen Standort der Neustart gelingt», betont SEV-Gewerkschaftssekretär Philipp Hadorn, der für Cargo zuständig ist. «Cargo muss sich endlich wieder auf den Ausbau des Güterverkehrs auf der Schiene konzentrieren, was eigentlich ihr Kernauftrag wäre!»

Der SEV erwartet zudem, dass die Räumlichkeiten am neuen Standort unter Mitwirkung der Personalkommission als Vertretung der Betroffenen nutzerorientiert eingerichtet werden. Die unzumutbaren Verhältnissen an Hitzetagen in Basel dürfen sich nicht wiederholen. Als selbstverständlich erachtet es der SEV, dass nun eine mehrjährige Phase der Konsolidierung eintritt, damit die zahlreichen Massnahmen ihre Wirkung überhaupt entfalten können und die Hektik der andauernden Reorganisation überwunden wird. «Mit den wiederholten Standortwechseln innert kürzester Zeit hat SBB Cargo Mittel verschleudert und das Personal überstrapaziert», stellt SEV-Vizepräsident Manuel Avallone fest.

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