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Lohnverhandlungen zwischen Gewerkschaften und SOB für das Jahr 2007

Keine Einigung über Lohnerhöhung bei SOB

Die Lohnverhandlungen zwischen der Schweizerischen Südostbahn SOB und den Gewerkschaften Schweizerischer Eisenbahn- und Verkehrspersonal-Verband (SEV) und transfair (Christliche Gewerkschaft Service Public und Dienstleistungen) sind ohne Einigung ausgegangen.

Im Wissen, dass die SOB nicht vom Wirtschaftsaufschwung profitiert – die Unternehmen des öffentlichen Verkehrs stehen unvermindert unter einem grossen Spardruck – fand in den Verhandlungspositionen eine Annäherung statt. Dennoch kam es nicht zu einer Einigung.

Die Analyse über die Lohnentwicklung der vergangenen Jahre zeigt, dass die generelle Lohnentwicklung bei der SOB mit dem Anstieg der Lebenshaltungskosten nicht Schritt gehalten hat. Ebenso standen die finanziellen Mittel für die Umsetzung des bestehenden Leistungslohnsystems nicht genügend zur Verfügung. Es besteht somit ein ausgewiesener Nachholbedarf.

Der Vergleich mit den Lohnmassnahmen der beiden grössten Bestellerkantone St.Gallen und Schwyz der Vorjahre zeigt auf, dass das Personal der SOB markant ins Hintertreffen geraten ist. Daher ist die öffentliche Hand gefordert, die Leistungsabgeltungen für den öffentlichen Verkehr nicht zu kürzen, sondern die Kostenentwicklung zu berücksichtigen und den Unternehmungen den effektiven Sach- und Personalaufwand abzugelten.

Die gewerkschaftliche Verhandlungsdelegation hat sich im Rahmen der Lohnverhandlung kompromissbereit gezeigt und ihre Grundforderung auf massvolle 2% reduziert. Nach zwei Verhandlungsrunden nutzte die SOB die Chance nicht, dem Personal den letzten Schritt entgegenzukommen, sondern beharrte auf ihrem Angebot von 1.75% Lohnsummerhöhung. Auch letzte Gespräche mit dem Verwaltungsrat und der Geschäftsleitung haben keine Früchte getragen.

Das Personal hätte ein Entgegenkommen der SOB als Wertschätzung für den täglichen Einsatz für einen qualitativ hochstehenden öffentlichen Verkehr mehr als verdient. Es erwartet deshalb das Engagement der SOB-Verantwortlichen, sich bei der öffentlichen Hand dafür zu engagieren, dass dem SOB-Personal künftig die Löhne zumindest im Rahmen der Lebenskostensteigerung angepasst werden können.

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