Luftverkehr
Swissport Zürich: Verhandlungen zu GAV und Sozialplan

Für den Standort Zürich des Flughafen-Dienstleisters Swissport laufen seit 26. Mai Verhandlungen über eine temporäre Anpassung des GAV und zum Sozialplan. Hintergrund ist der Einbruch des Luftverkehrs wegen der Corona-Krise und damit des Arbeitsvolumens von Swissport. Die Lage werde noch Monate prekär bleiben, erklärte die Standortleitung den Sozialpartnern SEV-GATA, VPOD und Kaufmännischer Verband. Zum Hochfahren der Produktion seien finanzielle Einsparungen und mehr planerische Flexibilität nötig. Der GAV 2019 bietet bei wirtschaftlicher Notlage die Möglichkeit, Vertragsartikel temporär zu ändern oder auszusetzen. Und die Leistungen des Sozialplans aus dem Jahr 2007 sind aus Swissport-Sicht nicht finanzierbar. Letzten Freitag kam ein Verhandlungsresultat zustande, das aber noch der Konzern genehmigen muss, und nachfolgend die Gewerkschaftsmitglieder. Der Konzernumsatz ist im April weltweit um 80% eingebrochen. «45000 von davor 65000 Mitarbeitenden sind in Kurzarbeit», sagte Swissport-Chef Eric Born am 20. Mai im ‹Tages-Anzeiger›, «rund 10000 Stellen gingen verloren – von den 5000 in der Schweiz sind allerdings bisher sehr wenige betroffen.»
Die chinesische HNA-Gruppe, der Swissport gehört, werde kaum neues Geld in den Konzern einschiessen. Born zeigte Verständnis dafür, dass der Bund Swissport keine Kreditgarantien gibt, da ein Abfliessen des Geldes ins Auslandgeschäft «nicht komplett ausgeschlossen» werden könne.
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