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Pensionskasse SBB

«Noch ein Schlag ins Gesicht»

Der Entscheid des SBB-Verwaltungsrates, die Pensionskasse als Druckmittel für die GAV-Verhandlungen zu missbrauchen, kommt beim Personal gar nicht gut an. Ein kleiner Überblick über die Reaktionen:

«Die Pensionskasse und die GAV-Verhandlungen sind zwei völlig verschiedene Dinge!» «Es ist eine Unverschämtheit, die zwei Dossiers zu vermischen!» «Diese Verknüpfung ähnelt einer Wahl zwischen Pest und Cholera.» «Gewisse Leute scheinen zu glauben, man könne Feuer mit Öl löschen.» «Dieser Angriff ist ein regelrechter Schlag ins Gesicht jedes einzelnen Mitarbeiters!»

Ein Fehlentscheid in dieser angespannten Phase

Diese Kommentare widerspiegeln die aktuelle Stimmung bei der SBB. Der Verwaltungsrat hat entschieden, seine Linie zu verhärten, doch die GAV-Verhandlungen bleiben schwierig, und die letzten Personalzufriedenheitsumfragen des Unternehmens haben gezeigt, dass es mit dem Vertrauen des Personals gegenüber der Konzernleitung überhaupt nicht gut aussieht. Es überrascht daher kaum, dass die Motivation sinkt und ein gewisses gerechtfertigtes Rachegefühl entsteht.

Die Details zu den Massnahmen bezüglich der Umwandlungssatzsenkung, die der Stiftungsrat der Pensionskasse (und nicht der Verwaltungsrat, wie wir fälschlicherweise in unserem letzten Edito geschrieben haben) beschlossen hat, sind auf der letzten Seite der Nr. 7 von kontakt.sev zu finden.

Dem Personal gebührt Dank und Respekt

Zum Schluss erinnern mehrere Betroffene die Konzernleitung bzw. die Verwaltungsratsmitglieder daran, dass die Mitarbeitenden die besten Botschafter/innen der SBB sind. Wenn das Unternehmen ein attraktiver Arbeitgeber sein will, täte es gut daran, sein Personal zu respektieren und ihm zu danken, anstatt eine Vereinbarung zu missachten, die zwar noch nicht unterschrieben, aber dennoch beschlossene Sache war.

Das letzte Wort soll der Mitarbeiter haben, der den ehemaligen, bürgerlichen Bundesrat Jean-Pascal Delamuraz zitierte: Es sei wichtig, immer wieder den Arbeitgebern und deren Managern aufzuzeigen, was der soziale Frieden bedeutet. Es sei wieder einmal Zeit dafür.

vbo/kt

Kommentare

  • Martin Job

    Martin Job 14/06/2018 08:43:46

    Der CEO der SBB gönnt sich grosszügig eine Auszeit. Im selben Atemzug wird verkündet, dass den älteren Mitarbeitern eine Woche Ferien gestrichen werden soll. Das ist Zynismus pur und zeigt deutlich die fehlende Wertschätzung dem Personal gegenüber.
    Die Verknüpfung der Pensionskasse mit den GAV Verhandlungen ist ein weiterer Affront gegenüber dem gesamten Personal. Ich bin zutiefst ennttäuscht von unserer Leitung.

    Martin Job

  • Martinez Jose Luis

    Martinez Jose Luis 15/06/2018 16:15:51

    Je le redis encore une fois, quand les CFF n'auront plus que des temporaires, et des gens sans experiences pour faire le travail, ils ne faudra pas qu'ils s'étonnent des consequences.

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