| Aktuell / kontakt.sev

GAV-Verhandlungen

Deutliches JA für den GAV SBB / SBB Cargo

Rund 85% Ja-Stimmen für den neuen GAV SBB / SBB Cargo! Das Votum der Delegierten der GAV-Konferenz vom 17. September ist eindeutig. Nun fehlt nur noch die Zustimmung des SBB-Verwaltungsrats.

 

Chantal Fischer

Redaktorin kontakt.sev
tel: +41 31 357 57 45   mob: +41 79 401 71 36

 

Nach rund neun Monaten konnten die schwierigen Verhandlungen über einen neuen GAV SBB/SBB Cargo letzten Freitag abgeschlossen werden. «Trotz weit entfernter Positionen am Anfang konnten wir ein gutes Resultat erreichen», analysiert Manuel Avallone, Vizepräsident des SEV und Leiter der Verhandlungsdelegation der Gewerkschaften. «Dazu beigetragen hat nicht zuletzt auch die Mobilisierung der SEV-Mitglieder, die die Verhandlungsdelegation unterstützt und ihren GAV verteidigt haben.» Der SBB-Verwaltungsrat und die zuständigen Gremien der Sozialpartner müssen dem GAV noch zustimmen, damit er am 1. Mai 2019 für eine Laufzeit von drei Jahren in Kraft treten kann.

Das sind die wichtigsten Resultate:

Digitalisierung: Der Wandel aufgrund der Digitalisierung der Arbeit wird ernst genommen. Die SBB finanziert Standortbestimmungen für das Personal und fokussierte Weiterbildungen zur Erhaltung der Arbeitsmarktfähigkeit. Das Recht der Nichterreichbarkeit wird im GAV verankert.

Beteiligung an Fehltagkosten: Die Mitarbeitenden beteiligen sich neu zu 40% an den krankheitsbedingten Fehltagkosten, die SBB zu 60%. Diese Beiträge werden beim bisherigen Personal mit einer Erhöhung des Grundlohnes vollständig kompensiert.

Individuelle Lohnerhöhungen: Die SBB investiert bis 2022 jährlich je 0,8% in die individuelle Lohnentwicklung, im Jahr 2021 0,9%. Damit wird die Lohnentwicklung gefördert.

Die bestehenden ToCo-Lohngarantien werden für eine grosse Mehrheit der 3800 betroffenen Mitarbeitenden in der bisherigen Höhe weitergeführt. Für rund 700 Mitarbeitende ergibt sich eine Kürzung in zwei Etappen bis zu einem verhandelten Sockelbetrag.

Bei den guten Nachrichten ist insbesondere der längere Vaterschaftsurlaub zu nennen, der neu 20 statt wie bisher 10 Tage beträgt, sowie der beibehaltene Kündigungsschutz: Alle, die seit mindestens vier Jahren im Unternehmen arbeiten, können nicht aus wirtschaftlichen Gründen entlassen werden. Die Treueprämien und die Regionalzulagen bleiben unverändert bestehen.

Die AZG-Revision wird per Fahrplanwechsel 2018/2019 schrittweise umgesetzt. Für Schichtarbeitende bleibt der Anspruch auf 115 Freitage pro Jahr bestehen, die zusätzliche Ferienwoche für über 60-Jährige wird beibehalten.

Vivian Bologna/chf

Kommentare

  • Bircher

    Bircher 12/09/2018 13:53:54

    Bedeutet am Ende (2021) 1.2% Lohnabzug bei gleichzeitiger Lohnerhöhung um 1.2%.
    Ich hoffe auf dem Lohnausweis wird dieser Abzug auch ausgewiesen und nicht nur die Lohnerhöhung. Das wäre Steuertechnisch ansonsten suboptimal.

    Antwort der Redaktion: Dieser Sozialabzug wird auf der Lohnabrechnung selbstverständlich ausgewiesen und ist nicht Teil des steuerpflichtigen Lohns.

  • Walter Israng

    Walter Israng 12/09/2018 14:30:39

    und die PK-Zuschüsse "bei Abschluss des GAV zur Zufriedenheit der SBB" werden nun getätigt??

    Antwort der Redaktion: Ja, die Leitung der Verhandlungsdelegation SBB hat zugesichert, dies dem Verwaltungsrat zu beantragen.

  • Dzalto Tomislav

    Dzalto Tomislav 12/09/2018 15:07:20

    Sehr schlechte Verhandlung in meinen Augen!!!
    Keine richtige Lohnverhandlung.
    Und das mit dem Abzug bei Krankheitsfall ist in meinen Augen aus dem Mittelalter!
    Und dabei Schreibe ich im neutralen Ton!

    Anmerkung der Redaktion: Die allermeisten Unternehmen, auch in der Verkehrsbranche, leben heute leider in diesem Mittelalter. Das war bei den Verhandlungen unser Problem.

  • Walter Wäspi

    Walter Wäspi 13/09/2018 05:58:42

    Ab 1.Oktober erhalte ich eine Lohngarantie da ich zurück gestuft wurde. Wird da die Lohnerhöhung in Höhe der neuen Abzüge mit der Lohngarantie verrechnet? Das wäre nicht gerecht, ja eine Frechheit.

    Antwort: Der neue Lohnabzug von 1,2% als Beitrag an die Krankheitskosten wird auch für dich durch eine entsprechende Lohnerhöhung vollständig kompensiert. Deine neue Lohngarantie vom 1. Oktober sollte mit dieser Kompensation nicht verrechnet werden; behalt es aber im Auge und kontaktiere nötigenfalls den SEV.

  • Miiersch

    Miiersch 13/09/2018 06:17:29

    Was ist mit den finanziellen Anreize für Jungfacharbeiter geworden, mit dem Ziel , dass die Fluktuationsrate der Jungfacharbeiter in die Privatwirtschaft zurückgehen? Wie ich das sehe, werden wir bald in vielen Bereichen nur noch Ältere oder kurz vor der Pension stehenden Mitarbeiter beschäftigen. Ein hoher Prozentanteil der bei der SBB ausgebildeten Lehrfacharbeiter gehen nach der Ausbildung oder spätestens nach ein zwei Jahre in die Privatwirtschaft, da ihnen als Jungfacharbeiter bessere finanzielle Anreize geboten werden.

    Antwort der Redaktion:
    Diese Problematik ist oft ein Diskussionsthema mit der SBB. Diese relativiert das Problem dabei immer. Sie behauptet, sie habe keine Schwierigkeiten, Nachwuchs zu finden. Es wäre gut, wenn sich die Jungfacharbeiter zusammen tun würden, statt dass sie einfach in die Privatwirtschaft abwandern, damit wir gemeinsam dieses Problem mit der SBB angehen könnten. Hast du diese Problematik auch schon direkt bei der SBB an hoher Stelle deponiert?

  • Philipp

    Philipp 13/09/2018 08:23:15

    Wenn ich bereits im Lohnmaximum bin, bekomme ich diesen Ausgleich von 1.2 % ebenfalls?

    Antwort der Redaktion:
    Ja, diese Kompensation des neuen Lohnabzugs von 1,2% (= Personalbeitrag zur Deckung von 40% der insgesamt entstehenden Kosten durch krankheitsbedingte Fehltage; die SBB bezahlt die übrigen 60%) erhalten alle bisherigen Mitarbeitenden. Für sie ist die Einführung dieses Lohnabzugs somit ein Nullsummenspiel. Die Lohnbänder werden angehoben, sodass keine neuen Garantien entstehen.

  • Raymond Beguin

    Raymond Beguin 13/09/2018 08:46:50

    Bonjour
    J'ai une Garantie de salaire, je sais pas si je suis dans les 700 ??? c'est vague
    Merci pour ses résultats.

    Réponse de la rédaction:
    Ta garantie devrait être visible sur ta fiche de salaire. Si elle est en dessous de 5000 francs par an, elle ne sera pas réduite. Attention: Cet accord concerne exclusivement la garantie accordée lors de l'introduction du système salarial Toco en 2011. Si tu as des doutes à ce sujet ou pour d'autres raisons, contacte le secrétariat SEV à Lausanne ou à Berne ou ton employeur. Il peuvent t'informer en détail pour ce qui concerne ton cas individuel.

  • Fabian Däpp

    Fabian Däpp 13/09/2018 08:50:05

    Wie sieht es denn nun aus mit schnellerem Lohnanstieg bei den jungen Lokführern?

    Antwort der Redaktion:
    Beim Lohnaufstieg gibt es keinen Unterschied zwischen dem Lok- und dem übrigen Personal.
    Wir haben vereinbart, dass bis 2022 jährlich 0,8% der Lohnsumme für die Aufstiege verwendet werden, und 2021 0,9 statt 0,8%. Zudem werden neu zusätzlich 0,125% für die Aufstiege im ersten Drittel des Lohnbands eingesetzt.
    Das alles führt zu einem rascheren Aufstieg.

  • Miiersch

    Miiersch 13/09/2018 09:09:36

    Habe ich richtig verstanden, wenn ich krank sein sollte,muss ich 40% selbst tragen. Beispiel:Wenn ich 10 Tage aus gesundheitlichen Gründen nicht Arbeiten kann. Übernimmt die SBB 6 Tage und ich muss 4 Tage selbst übernehmen. Ist das überhaupt gesetzliche statthaft. Wie ich weis,werden in anderen Firmen mindestens 80% ,90% des Stundenlohnes(auch Gehalt) und sogar in mittelständischen Unternehmen 100% übernommen und die SBB ist einer der grössten Unternehmen der Schweiz. Geben sie mir ein Beispiel, wie ich das richtig zu verstehen habe .

    Antwort der Redaktion:
    Nein, es ist nicht so. Der neue Beitrag des Personals an die Krankheitskosten bzw. an die Kosten der krankheitsbedingten Fehltage ist nicht ein individueller Beitrag im konkreten Krankheitsfall, sondern es handelt sich um einen Lohnabzug von 1,2% für alle Mitarbeitenden unabhängig davon, ob sie krank sind oder nicht.
    Zur Lohnfortzahlung im Krankheitsfall:
    Die SBB zahlt im 1. Krankheitsjahr 100% des Lohns weiter, und im 2. Jahr 90%. Eine neue Errungenschaft des GAV 2019 ist, dass zusätzlich die AHV-pflichtigen Zulagen versichert sind. Der Ersatz dafür im Krankheitsfall wird individuell aufgrund der bisherigen Zulagen berechnet. Diese individuelle Pauschale wird bei Langzeitkrankheit bezahlt, und zwar dann ab dem 1. Krankheitstag während 2 Jahren, und sie wird auch im 2. Jahr zu 100% ausbezahlt.

  • Ory Fabrice

    Ory Fabrice 13/09/2018 12:43:47

    Bonjour, pouvez-vous nous informer sur quels critères seront désignés les 700 collaborateurs qui verront leur garantie de salaire supprimée ? Est-ce certaines catégories de personnel ou sur une base individuelle ? Merci pour votre réponse et pour travail.

    Réponse:
    - Les garanties inférieures ou égales à CHF 5000.- ne seront pas touchées.
    - Les montants de garanties au-delà des CHF 5000.- seront abaissés comme suit : la diminution se fera en deux étapes (2020 et 2022) pour atteindre la valeur équivalente à 5% de la valeur plafond du niveau d’exigence respectif, si cette somme est inférieure à CHF 5000.-, le nouveau montant garanti sera de CHF 5000.-
    - La garantie restante est ad personam et n’est pas liée à la durée de validité de la CCT.

  • 28061969

    28061969 13/09/2018 14:01:11

    Sehr schlechte Verhandlung, mir bleibt somit nichts anderes übrig als beim SEV zu kündigen, hier werden erbrachte Leistungen verkauft die keine sind: Was nützt mir ein Kündigungsschutz, wenn die meine Prüfungen so schwer machen, dass ich durchfalle? Dann ist es keine betriebsbedingte Kündigung, dann bin ich selber schuld. Genau so auch die neu angesetzten Sprachniveaus: Die wurden einfach bestimmt, und nun müssen Menschen, die 50 geworden sind, Französisch lernen. Sollten sie durchfallen, ist alles offen für den Job ??? Wo ist da der SEV, der sich einsetzt? Wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, ist es zu spät.
    Mitarbeiter, die kurz vor der Rente standen, wurden mit solchen Methoden aus dem Unternehmen gegangen... Andere wiederum wurden mit Überstunden krank gemacht, sodass diese in den Jahren noch nicht mal einen Herzinfarkt bemerkten. In 5 Jahren haben wir 5 Leute mit Herzproblemen bekommen, aber niemals durch die Belastung am Arbeitsplatz. Da muss man sich fragen: Wo ist der SEV?

    Stellungnahme der Redaktion:
    Der Kündigungsschutz bei Stellenverlust aus betrieblichen oder wirtschaftlichen Gründen ist eine wichtige Errungenschaft, gerade in Zeiten von Railfit20/30 und des geplanten Abbaus bei Cargo. Davon können Betroffene, die seit mindestens 4 Jahren bei der SBB arbeiten, auch mit dem neuen GAV weiterhin profitieren, obwohl das die SBB nicht so wollte: Sie wollte den Kreis der Mitarbeitenden mit Anspruch auf diesen Schutz erheblich einschränken...
    Den Kündigungsschutz schlecht zu reden mit den von dir geschilderten bedauerlichen Fällen, und den SEV dafür verantwortlich zu machen, ist nicht ganz fair. Der SEV hat in solchen Fällen schon oft durch Interventionen und rechtliche Unterstützung der Betroffenen eine gute Lösung herbeiführen können. Was künftig noch schwieriger geworden wäre, wenn die SBB den Kündigungsschutz hätte beseitigen können...

  • Ivo

    Ivo 13/09/2018 14:33:44

    "Die Vertragsparteien haben vereinbart, dass sie das Lohnsystem während der Laufzeit des neuen GAV gemeinsam weiterentwickeln. Für die Regionalzulagen werden im Rahmen dieser Weiterentwicklung Lösungen gesucht." Was bedeutet das?

    Antwort der Redaktion:
    Das bedeutet, dass die Regionalzulagen im Rahmen der Weiterentwicklung des Lohnsystems auch ein Thema werden könnten.

  • Daniel Bausch

    Daniel Bausch 13/09/2018 15:04:04

    Der schleichende Lohnabbau geht weiter. Vor allem die individuellen Lohnerhöhungen sind in den letzten 20 Jahren nie an der Basis angekommen. Wer die jeweils gekriegt hat, bleibt rätselhaft.

    Antwort:
    Das stimmt so nicht. Die individuellen Lohnerhöhungen gemäss System waren und werden auch in Zukunft gesichert sein. Die Umsetzung der individuellen Lohnerhöhungen sind jeweils im Regelwerk SBB – K140.3 ersichtlich.

  • Mischa van Berkel

    Mischa van Berkel 14/09/2018 07:31:53

    Ich bewerte das Ergebnis als weniger schlimm als befürchtet. ABER: wo bleibt nach Jahren des stetigen Kaufkraftverlusts (Stichwort KK-Prämien...) endlich einmal wieder eine generelle Lohnerhöhung für alle? Für mich - natürlich ist das eine Aussenwahrnehmung - sind die Gewerkschaften und Verbände hier einfach viel zu zahm. Zudem wünschte ich mir, dass sich die Mitglieder vor Annahme eines neuen GAV im Rahmen einer Urabstimmung dazu äussern könnten. So wäre der GAV auch wirklich demokratisch abgesegnet und nicht einfach ein in einer Dunkelkammer entstandenes Produkt.

    Antwort:
    Generelle Lohnmassnahmen sind immer ein Thema bei einer Teuerung. In den letzten Jahren war eine solche praktisch nicht gegeben, im Gegenteil: wir hatten z.T. auch eine Minusteuerung. Sollte die Teuerung anziehen und über 1,2% steigen, wird über generelle Lohnmassnahmen verhandelt.
    Der SEV ist eine demokratisch aufgebaute Organisation. Für GAV Themen ist die GAV Konferenz zuständig, mit rund 160 Delegierten aus allen Regionen und Kategorien. Diese Delegierten sind während dem ganzen Prozess involviert und haben jeweils das Gesamtbild zu bewerten und beurteilen. Das ist wichtig; denn ein kollektives Resultat soll auch ganzheitlich beurteilt werden.

  • Baumann Ruedi

    Baumann Ruedi 14/09/2018 07:58:22

    Die Verhandlungen sind durchzogen. Wie immer ein Geben und Nehmen. Hier hat der SEV vor allem gegeben. Auch mit den Garantieleistungen sind Renteneinbussen von mehreren Prozenten möglich. Mit dem Abzug für die Pensionskasse und dem Abzug für die Krankenkosten bleibt weniger im Sack der Mitarbeitenden. Statt dass die SBB darauf achten würde, dass ihr Personal gesund bleibt, gibt es ein Pflaster.
    Was passiert, wenn (wie zu erwarten) in Zukunft die Krankheitskosten steigen? Steigt dann auch der Lohn? Wohl kaum!

    Antwort:
    Du hast Recht: Verhandlungen sind immer ein Geben und Nehmen.
    Im Zusammenhang mit Renteneinbussen – die notabene durch die Pensionskasse beschlossen werden – ist es dem SEV bis anhin immer gelungen, Abfederungsmassnahmen zu erzwingen. Und das ist nicht einfach so.
    In Bezug auf die Gesundheit des Personals sind auch wir der Meinung, dass die SBB gefordert ist. Das ist Aufgabe des SEV und v.a. auch Aufgabe der Personalvertreter in den Personalkommissionen dafür zu sorgen. Was die Zukunft bringt ist ungewiss. Klar ist, wenn die Krankheitskosten steigen, steigt der Lohn nicht automatisch. Dafür braucht es eben einen starken SEV.

  • Miersch

    Miersch 14/09/2018 19:18:58

    Antwort auf die Frage der Redaktion : Es gibt ein einfache Methode, dies festzustellen. Man braucht nur ein Statistik führen über ein gewissen Zeitraum. Die Anzahl der Lehrlinge , die bei der SBB ihre Ausbildung ansolviert und erfolgreich bestanden haben, in eine Statistik aufnehmen( Mit Namen,Welche Ausbildung,Tätigkeit,wo beschäftigt innerhalb der SBB), und diese nach zwei oder drei Jahren überptüfen ,ob diese noch bei der SBB beschäftigt sind.Man sollt auch unbedingt den Abwanderungsgrund ,der in der Statistik aufgeführten Beschäftigter, mit aufnehmen. Dies könnt ganz einfach von der Personalabteilung durchgeführt werden. Dies wäre auch für die Zukunft jeder Firma wichtig um negative Entwicklungen vorzubeugen und entgegenzuwirken. Dabei ist auch eine neutrale ungeschönte Auswertung wichtig.

  • Crésus

    Crésus 15/09/2018 20:58:22

    Pourquoi est-ce que les garanties supérieures à 5000.- doivent être réduites. Merci le SEV. Cet argent n'a pas été volé que je sache. Il est juste le résultat d'incompétence dans le dossier Toco.

  • Jordan

    Jordan 15/09/2018 23:12:34

    Was für eine sehr bescheidene Arbeit von euch, es sollte immer mindestens einen Schritt nach vorne gehen und nicht zurück. Gott sei Dank bin ich nicht in einer Gewerkschaft so kann ich das Geld für die SBB sparen, die es wohl sehr nötig hat. Keine gute Arbeit, da müsst Ihr noch einiges lernen, am besten schnell solange wir noch für unsere Arbeit überhaupt was bekommen.

  • 164713

    164713 18/09/2018 09:46:45

    Danke für euren Einsatz. Die Verhandlungen waren sicher nicht einfach, die Forderungen der SBB -hinterwäldlerisch.

    Für die Männer wurde mit dem Vaterschaftsurlaub etwas herausgeholt. Die Teilzeitarbeit, die leider hauptsächlich immer noch Frauen in Anspruch nehmen, kann weiterhin mit einer Stärkung warten. Schade. Da hätte m.E. klar ein Zeichen gesetzt werden müssen, anstatt uns wie Lückenbüsser v.a beim Zugpersonal zu behandeln.

  • Andre

    Andre 18/09/2018 12:46:02

    Finde den neuen GAV einigermassen ausgewogen. Die Frage ist wie man die 0,8 Prozent individuelle Lohnerhöhung dann verteilt. Bitte nicht immer über die PB gesteuert mit dem Buchstabenkampf.. Ich hoffe es kommt den Leuten im Aufstieg zu Gute die nach der Toco Umsetzung ins Hintertreffen gerieten.

    Auch sollte im neuen Lohnsystem nicht mehr zu sehr auf B, C oder D usw geschaut werden über PB. Denn das ist unfair! Wer es sehr "Gut" hat mit dem Chef hat egal ob Ziele oder nicht eher ein B. ( Wir sind ja Manchen ) Zudem gibt man eher denen ein B wo man Abhängigkeit hat. Zudem sind Ziele je nach Chef oder Line einfach oder gar nicht erreichbar. Und bei Leuten ohne Ziele ist es rein Interpretation von Verhaltenssachen die von Leuten gemacht werden müssen die gar nicht mit Dir arbeiten ! Sie " erfinden" dann was egal ob gut oder auch schlecht. Erfolg bringt Zusammenarbeit im Team, Wissen weiter geben usw. Kenne viele Leute die sind enorm frustriert da sie "nur" C haben oder D. Kenne ein Chef der verteilt fleissig D und andere wie ich hörte und sogar sah B. Die individuellen Erhöhungen sollten deshalb fair sein und nicht nur Abhängigkeit haben zum Beziehugnsstatus mit einem Chef. Viele B Beurteilungen sollten nicht zu Lasten anderer gehen betreffend Verteilung da Faktor Mensch sehr hoch. Ist auch bekannt. Trotzdem tut man es immer. Geht auch um Kontrolle auszuüben. Denke im neuen Lohnsystem wird man es dann noch mehr auf die Spitze treiben. "Überdurchschnittliche Leistungen". Was ist das? Das ist nur das was Du bekommst als Buchstabe, und ein C kann genau so gut sein wie ein B oder teilweise sogar ein D bei sehr über motivierten Cheffen. Ich könnte Leute NICHT beurteilen mit denen ich nicht direkt zusammen arbeiten und auch dann ist es von den Zusammenhängen nicht immer einfach.

    Da ein Chef heute oft nicht mehr das Fachwissen haben muss in seinem Bereich sondern es nach BWL geht ist es auch schwierig für die Leute wirklich objektiv zu beurteilen egal ob gut oder schlecht. Daher erachte ich das PB System wie es jetzt ist als schwachsinnig an. Und wie die Verteilung mit B ist weiss ich nicht . Kann es sein dass höhere Funktionsstufen eher mehr B haben da sie die "attratkvieren "Jobs ? Evt. täusche ich mich auf .:Wäre gut.

    Es ist bekannt dass "Ruhige "Leute eher benachteiligt sind in PB Sachen in der Wirtschaft oder solche die sich halt vom Typ her nicht so gut verkaufen. Wäre dieser "Leistungsslohn" über B tatsächlich so nützlich über PB würde man jetzt nicht solche Übungen machen mit sparen. Da geht es wie gesagt vor allem um Kontrolle im System zu haben damit jede Stufe von der nächsten abhängig ist .

    Lieber SEV. Beim neuen Lohnsystem also darauf achten dass es für alle fair ist!

  • M.D.

    M.D. 18/09/2018 13:31:21

    Bonjour,
    Si je prends mon salaire de base actuel, que je rajoute 1.2% et qu'ensuite j'enlève le 1.2% de ce nouveau salaire de base j'ai mathématiquement moins qu'avant.... la compensation sera-t-elle totale ou pas ? De plus, le nouveau salaire de base augmenté "artificiellement" sera-t-il entièrement soumis à l'AVS / AI / SUVA / LPP.... ?
    Si oui cela signifie qu'en fin de compte mon salaire net diminue. Juste ?
    Vous avez négocié qu'aucune augmentation de salaire réel ne serait octroyé jusqu'en 2022. Sachant qu'il est pratiquement impossible d'avoir un B et lorsque l'on est au maximum du niveau d'exigence, trouvez-vous normal de perdre systématiquement du pouvoir d'achat ? (Les assurances maladie vont sauf erreur continuer à augmenter...)

  • Faine

    Faine 19/09/2018 05:26:27

    Bonjour,
    Concernant la participation du personnel aux frais maladie, je ne suis pas sûr d'avoir compris.

    Par exemple, si j'ai une maladie longue durée je ne serai payé qu'a 60% et une fois la reprise du travail on va me redonner les 40% manquants ? Et lors d'une maladie de coute durée, grippe ou autre ?
    Si tel est le cas, cette baisse de salaire momentanée à des consequences assez graves. En effet les factures on doit quand même les payer à 100%!

    Merci m'éclairer sur ce sujet.
    Merci également au SEV
    Cordiales salutations.

  • Vivian Bologna

    Vivian Bologna 19/09/2018 07:20:13

    Il n'y a pas 40% de déduction en cas de maladie. La déduction salariale est de 1,2%, entièrement compensée par une hausse similaire pour le personnel actuel. Les 40% c'est ce que supportent globalement les employés pour l'ensemble des frais de maladie. Les cff en supportent 60%. Cela démontre surtout que l'employeur en assume la majorité. La couverture du salaire en cas de maladie reste comme aujourd'hui, voire meilleure pour ceux qui ont des horaires irréguliers car les indemnités soumises à AVS sont aussi assurées.

  • vivian bologna

    vivian bologna 19/09/2018 08:59:36

    Concernant les garanties ToCo, il a fallu faire une pesée d'intérêts entre le risque de toutes les perdre d'ici la fin de la prochaine CCT et celui d'en sauver plus de 3000 et de réduire la casse pour quelque 700 personnes qui verront leur garantie baisser en deux étapes. La perte ne peut excéder 5% du maximum du niveau d'exigence. Il faut aussi noter que ces garanties ToCo régies par une convention résiliable tous les quatre ans. Encore une fois, le SEV a estimé qu'il valait mieux cette solution maintenant qu'une perte générale ultérieurement. Pour les plus de 3000 personnes qui les conservent entièrement, ces garanties ToCo sont intouchables.

  • vivian bologna

    vivian bologna 19/09/2018 09:08:08

    Pour la compensation de la participation aux frais de maladie, c'est juste qu'il faut tenir compte des déductions sociales. Pour mémoire, la hausse de salaire et la compensation se font par tranches de 0,4% en trois ans (2019-2021). Le renchérissement, effectivement, n'est adapté que s'il n'est supérieur à 1,2%. Ces dernières années, il a souvent été négatif. La possibilité d'adapter les salaires en cas de renchérissement négatif est expressément exclu.
    Dans le domaine des salaires, il est important de souligner que les moyens en faveur de la progression salariale seront plus élevés pour ceux qui sont dans le 1er et le 2e tiers de la progression. Et si les éléments financiers sont très importants, il y a des protections dans cette CCT qu'il est difficile de quantifier en francs dont on mesure l'importance à d'autres moments: protection contre le licenciement (maintenue) ou analyse de situation pour affronter le virage numérique.

  • Jordan

    Jordan 20/09/2018 00:25:54

    Was ist denn hier los 85% für den GAV nehmt ihr Drogen oder ist die Zahl nur ausgedacht? Weil bei den Ergebniss wurde nie jemand gefragt der wirklich für sein Geld Arbeiten muss. Der Kollege Andre schreibt, er findet den GAV "einigermaßen ausgewogen". Vielleicht sollte man den GAV wirklich mal lesen oder wenn man manche Worte nicht kennt sich helfen lassen, weil der neue GAV ist alles ausser "einigermaßen ausgewogen" .

  • MD

    MD 20/09/2018 05:37:38

    Pour ce qui est du renchérissement, l'on ne peut pas vraiment dir qu'il y a renchérissement négatif. Certes il y en a eu mais suivi de renchérissement positif. Actuellement l'IPC est quasi identique à celui de 2014. Mais rappelons que l'IPC ne tient pas compte des primes d'assurances maladie.

    Pour ce qui est de TOCO, en 2011, les CFF et le SEV avaient promis que TOCO n'entraineraient aucune baisse de salaire. On voit maintenant que c'était un mensonge.

  • Lukas

    Lukas 20/09/2018 08:28:37

    Ich verstehe nicht das die Verbände so weich gespült sind und Ihre Mitglieder nicht fragen und zum Streik mobilisieren.

    Es gibt genau zwei Dinge die in den Verhandlungen erreicht werden sollten, mehr Geld und weniger Arbeitszeit. Keins von beiden wurde erreicht daher ist das Ergebnis nicht hinnembar.

    Wie kommt man auf diese 85% ich wurde nicht gefragt

  • Lothar

    Lothar 20/09/2018 08:45:03

    Herzlichen Glückwunsch SEV,

    gut verhandelt für die SBB, leider die Interessen des arbeitenden Volkes vergessen mitzuverhandeln

  • Markus Honegger

    Markus Honegger 20/09/2018 09:51:10

    Was mir sauer aufstösst, ist der Satz "Auf generelle Lohnmassnahmen wird verzichtet". Heist dass, dass wir auch weiterhin keine Lohnerhöhung bekommen? Seit Jahren wird ALLES teurer (KK, Miete, da Leben). Seit Jahren haben wir nicht mehr und auf der anderen Seite garnieren die Oberen satte Boni. Kein Wunder gehen viele Junge. Anreize schaffen wäre keine schlechte Idee. Mit uns kleinen kann man dass ja machen. Wir ältere haben kaum Möglichkeiten. Schade. Ich hätte in dieser sicht mehr erwartet. Oder wie seht Ihr dad? Findet Ihr das ok?

  • Artur

    Artur 20/09/2018 10:04:06

    Hallo zusammen,

    gut das uns nicht noch mehr weg genommen wurde, aber als Wrfolg kann man meiner Meinung nach nur das betrachten was man neu Erreicht hat und nicht das was geblieben ist wie zum Beispiel der Kündigungsschutz und das dann als wichtige Errungenschaft zu bezeichnen grenzt schon fast an Dreistheit.

  • Reto

    Reto 20/09/2018 10:08:39

    Aufruf an die 15% die mit dem neuen GAV nicht zufrieden sind die Verbände zu verlassen. Bleiben ja noch 85% zufriedene Mitglieder die dann 100% ausmachen.

    Das ist doch toll oder nicht und man hat im nu nur noch zufriedene Mitglieder und das ist sicherlich auch min Interesse der SBB genau wie der neue GAV

  • Renzo

    Renzo 20/09/2018 10:19:38

    Grüezi,

    es hätte alles noch schlimmer kommen können, aber das Verhandlungsergebnis ist das Gegenteil von gut.

  • Andy B.

    Andy B. 20/09/2018 14:29:09

    Das System wonach ca 160 SEV Delegierte eigentlich das Sagen über den GAV haben erachte ich nur bedingt als wirklich demokratisch. Ich weiss ja nicht wie die Interessen dort vertreten sind. Daher wenn z.B. ein Thema Dich als Delegierte selber betrifft oder eben auch nicht. Das letzte Mal waren ja die Delegierten dafür dass im AMC Lohnverluste bis 20 Prozent möglich sind bei 15 Prozent für neue Stelle falls Angebot so. Wären die meisten im Besitzstand von mehr als 5000 wäre er auch nicht durchgekommen. Oder bei System Toco damals im 2011 sicher auch nicht wenn die meisten im Aufstieg oder Jung gewesen wäre. Demokratisch ist es wirklich nur wenn ALLE SEV Mitglieder abstimmen könnten über den neuen GAV! 85 Prozent dünkt mich doch relativ viel. Auch das neue Lohnsystem dass man nun ja auch bald verhandelt ist dann komplett in Händen von Delegierten. Denke er wäre vermutlich auch durchgekommen wenn ALLE abgestummen hätten. Aber sicher nicht mit 85 Prozent. Wie sind die Delegierten verteilt nach Alter, Funktionen, Lohnstufen? Wie werden sie gewählt? Nur eine wirkliche ausgeglichene Sache über all diese Bereiche wären dann einigermassen demokratisch. Und es liegt in der Natur der Sache dass man eher für etwas stimmt in einem Themabereich des GAV wo man selber nicht betroffen ist oder umgekehrt eben dagegen wenn man betroffen ist. Würde sagen wenn alle abgestummen hätte würde er ca. mit 60-65 Prozent durchkommen. Das nächste Mal würde ich mich freuen wenn alle abstimmen könnten.

  • Remo

    Remo 20/09/2018 17:01:03

    Auch ich bin der Meinung das es schön gewesen wäre wenn alle gefragt worden wären und denke das, das Ergebnis dann anders ausgefallen wäre und nicht für diesen GAV der unterm Strich Lohnkürzungen mit sich bringt

  • Jürgen

    Jürgen 20/09/2018 23:11:24

    Ich würde gerne erfahren welche Vorteile der neue GAV dem Arbeitgeber bringt da ich momentan nur Nachteile sehen kann.

    Ist es laut Schweizer Verfassung überhaupt möglich die Mitarbeiter eines Untetnehmens kollektiv für Krankheit abzustrafen?

  • Horst

    Horst 20/09/2018 23:18:43

    Alle schimpfen so über den neuen GAV, vielleicht steht ja was positives drin wenn man Ihn sich schön trinkt

  • Michael

    Michael 20/09/2018 23:25:48

    Super Verhandlungsergebnis! Danke an die 160 Delegierten für das was Ohr für uns erreicht habt

  • Beat

    Beat 21/09/2018 23:03:50

    Ist die Beteiligung an Krankheitskosten eigentlich rechtlich so ok?

    Ich bin sehr enttäuscht von den Verhandlungen und hätte diesem GAV niemals zugestimmt

  • Michael

    Michael 24/09/2018 08:22:45

    War natürlich Einleitung was Ihr erreicht habt.

    Also Danke für nichts

  • Martinez Jose Luis

    Martinez Jose Luis 24/09/2018 18:18:38

    Force est de constaté, que l'on a de nouveau perdu !!
    Baisse de salaire, comment appeler ça autrement !!
    Plus d'heures à travailler !!
    Moins de temps libre !!
    Et ensuite, lorsque les problèmes commenceront, car il y aura des conséquences, à plus ou moins long ou court thermes, les pauvres CFF pleureront, mais ce sera trop tard !!

  • Pô compris

    Pô compris 29/09/2018 12:00:50

    Dans une des réponses vous dites que les indemnités assurées à l'AVS sont assurées en cas de maladie. Faut-il comprendre que l'on devra reverser 1.2% des indemnités sans que celles-ci ne soient revalorisées ?
    En résumé on nous augmente le salaire brut de 1.2% mais en déduction on aurait : 1.2% de ce salaire brut, + 1.2% d'AVS, AC, AI, APG, SUVA + augmentation du versement épargne et risque à la LPP + diminution de 1.2% des indemnités... Ça commence à faire beaucoup non ?
    Et là je ne parle pas de l'augmentation des cotisations LPP pour compenser la diminution du taux technique car là les + de 40 ans sont les grands perdants. On nous prend de tous les côtés.

    Réponse: Concernant les indemnités, cela signifie que si une personne est malade, et qu’en temps normal, elle touche des indemnités, celles-ci lui seront payées dès le début du droit au maintien du salaire sous forme de forfait journalier. (le calcul se fait ainsi : montant des indemnités perçues durant les 12 mois avant le début du droit au maintien du salaire divisé par 365). Cela permet d’éviter une trop grande baisse de revenue en cas de maladie. Les indemnités sont payées ainsi pendant 2 ans à 100%.

  • Markus Honegger

    Markus Honegger 30/09/2018 07:41:21

    Eine Stellungsnahme vom SEV auf meine Frage vom 20.9.18 wäre wünschenswert.

Kommentar schreiben