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Danilo Tonina, Vizezentralpräsident des Unterverbands des Rangierpersonals RPV

«Das Personal hätte mehr Informationen gebraucht»

RPV-Vizepräsident Danilo Tonina ist froh, dass wegen der Reorganisation der Rangierbahnhöfe kein Mitarbeiter ins Arbeitsmarktcenter (AMC) der SBB kommen soll. Er bedauert aber, dass die Art der Kommunikation das Personal verunsichert hat.

Danilo Tonina kritisiert die Kommunikation.

«Am wichtigsten ist für uns vom SEV, dass niemand seinen Job verliert!», sagt Danilo Tonina. Insofern ist er aufgrund der Informationen, die die Sozialpartner am 3. Mai zur Reorganisation der Rangierbahnhöfe erhalten haben, erleichtert. «Nun müssen aber die Stellenprofile im Massstab 1:1 an die beruflichen Anforderungen angepasst werden, denn bei Cargo wird nicht gleich gearbeitet wie bei der Infrastruktur», fordert Danilo Tonina, der selbst als RCP-Spezialist mit Fahrkompetenz bei SBB Cargo tätig ist. Nach seiner Einschätzung haben die Betroffenen bei Cargo bessere berufliche Entwicklungsperspektiven, weil dort höhere Anforderungsniveaus möglich sind.

Kritisch beurteilt er hingegen die Art und Weise, wie über die Reorganisation informiert wurde: «Bei unseren Mitgliedern und dem übrigen Personal kursierten viele Gerüchte. Wir mussten uns während dem Konsultationsverfahren an die Verschwiegenheitspflicht halten. Nach Abschluss des Verfahrens wäre eine Kommunikation angebracht gewesen. Weil es nach dem Konsultationsverfahren noch ein definitives Ja der Konzernleitung brauchte (Sitzung vom 29. April), konnte nicht früher informiert werden. Das erschwerte die Kommunikation im April, als viele SEV-Sektionsversammlungen stattfanden und das Personal mehr Informationen gebraucht hätte.» Die Ungewissheit habe dazu geführt, dass mindestens ein erfahrener Mitarbeiter das Unternehmen verliess. «Ob es nur diese Kündigung gab, weiss ich nicht, aber es ist schon eine Kündigung zu viel, denn damit geht Know-how verloren», bedauert Danilo Tonina. 

vbo / Fi

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