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SBB-Jahresabschluss verbirgt Mängel elegant

Personal nicht nur als Rechnungsstelle betrachten

Wenig überraschend weist die SBB für 2014 einen guten Rechnungsabschluss aus. Dieser verdeckt heikle Perspektiven und lässt das Personal als reine Rechnungsgrösse erscheinen. Ein halbes Jahr nach dem Abschluss des GAV 2015 muss die SBB bereits wieder daran erinnert werden, dass es sich dabei um Menschen handelt.

Der SBB-Abschluss 2014 enthält keine Überraschungen: Die Probleme bei der Infrastruktur sind seit langem bekannt. Sie werden die SBB weiter begleiten, da anscheinend keine Mittel gefunden werden, um den Nachholbedarf zu verkleinern.

Aus gewerkschaftlicher Sicht fällt auf, dass das Personal einmal mehr nur als Rechnungsgrösse vorkommt. Nach wie vor erreichen den SEV andauernd Klagen über mangelnde Wertschätzung. Häufig wird mit Personalanliegen äusserst kleinlich umgegangen, und aus der Personalbetreuung ist ein Personal-Management geworden. «Will die SBB auch in Zukunft auf motiviertes Personal zählen, wird sie hier an sich arbeiten müssen», betont der für die SBB zuständige Vizepräsident Manuel Avallone.

Erfreulich ist, dass die SBB gewillt ist, Rentenkürzungen zu verhindern, obwohl die Pensionskasse die technischen Grundlagen massiv verschlechtert hat. Eine entsprechende Vereinbarung liegt den SEV-Instanzen zur Genehmigung vor.

Der neue Gesamtarbeitsvertrag erlaubt der SBB erneut eine weitere Produktivitätssteigerung – auf bereits sehr hohem Niveau. Angesichts des Klagens über die Wirtschaftslage und die Kostenentwicklung wäre es allerdings angebracht, dass die oberste Spitze des Unternehmens ein Zeichen der Selbstbeschränkung setzt. «Die Führung sollte hier ihre Vorbildwirkung wahrnehmen», hält Avallone fest.

Mit Blick auf die nächstes Jahr bevorstehende Eröffnung des Gotthard-Basistunnels tut die SBB gut daran, ihr Personal nicht zu überfordern. Mehrere tausend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen auf neue Aufgaben geschult werden, dies alles zusätzlich zum laufenden Betrieb.

Es gilt, in allen Bereichen mit höchster Sorgfalt darauf zu achten, dass die Sicherheit das oberste Gebot im Bahnbetrieb bleibt. Mehrere Kollisionen in den ersten Monaten des Jahres zeigen, dass weiterhin besondere Aufmerksamkeit auf dieses Thema zu richten ist. Insbesondere die Kontrolle der Drittfirmen muss oberste Priorität haben.

Kommentare

  • di blasi

    di blasi 12/05/2015 23:52:17

    les cff doives augmanté de 2 pour cent les salaire

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