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SEV Jugend

3 Fragen an: Xenja Widmer

Xenja Widmer, Jugendsekretärin

Wie bist du als Jugendliche zum SEV gekommen?

Xenia Widmer: Als ich in der Lehre bei Login war, hat sich der SEV bei einem Lehrbesuch vorgestellt – und es gibt ja zwei Kinogutscheine, wenn man beitritt. So wurde ich mit 16 Jahren Mitglied. Im dritten Lehrjahr hat ein Freund vorgeschlagen, doch mal ans Schlittelweekend zu gehen. Da habe ich gemerkt, dass beim SEV mega tolle Leute sind. Von da an war ich regelmässig an den Anlässen – und habe Freunde gefunden, die es noch heute sind.

Irgendwann hat Stefan Bruderer mich gefragt, ob ich auch mal bei der Jugendkommission reinschauen will. Am Anfang war das recht überfordernd – bis man sich in den Strukturen des SEV zurechtfindet. Aber es war spannend und hat Spass gemacht.

Als ich von der SBB zu Bernmobil wechselte, war für mich klar: Ich will die Arbeit beim SEV nicht aufgeben. Zum Glück, sonst wäre ich jetzt nicht SEV-Jugendsekretärin. Als ich die Stelle antreten konnte, ging ein Wunsch für mich in Erfüllung – so kitschig das auch klingt.

Welche Themen bewegen die Jungen in den öV-Betrieben?

Die Jungen bewegen viele Themen, die auch bei den übrigen Mitgliedern für Gesprächsstoff sorgen: beispielsweise die zunehmende Digitalisierung und deren unklare Auswirkungen auf den Berufsalltag. Auch die ständigen Reorganisationen beschäftigen die Jungen. Zudem finden wir die Zustände, welche viele temporäre Angestellte erleben, unzumutbar. Generell steigen die Anforderungen zunehmend, und oft wird von den jungen Arbeitnehmenden erwartet, dass sie immer mehr Aufgaben übernehmen. Dafür gibt es oft keine Anerkennung, sondern nur die Floskel: Das ist für dein «Erfahrungs-Rucksäckli». Die Jungen füllen liebend gern ihren Rucksack – aber zu fairen Bedingungen.

Was wünschst du dir für die Zukunft der Jugendkommission?

Ich wünsche mir, dass die Juko auch in Zukunft eine aktive, kritische und visionäre Haltung einnimmt. Es wäre schön, wenn viele neue Mitglieder der Kommission den Rücken stärken und wenn die Kompetenzen der Jungen für eine aktive Rolle in den Sektionen und Unterverbänden gefördert würden – denn wir sind die Zukunft!

Fragen: Elisa Lanthaler

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