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Weiterer Abbau durch SBB ist unverantwortlich

Erneut legt die SBB ein gutes Jahresergebnis vor. Das ist erfreulich. Es zeigt, dass sich das Angebot der grössten Bahngesellschaft der Schweiz beim Publikum einer ungebrochenen Beliebtheit erfreut. Und dies wiederum ist nur möglich, weil die Mitarbeitenden der SBB nach wie vor ausgezeichnete Arbeit leisten. Trotz des zunehmend unfreundlichen Umfelds.

Die SBB-Mitarbeitenden müssen auf die Kundenbedürfnisse eingehen, für einen sicheren und pünktlichen Betrieb sorgen, die Infrastruktur vom Rollmaterial über die Werkstätten bis zu den Bahnhöfen im Schuss halten und sauber präsentieren. Das sind hohe Anforderungen, denen die Angestellten tagtäglich rund um die Uhr gerecht werden müssen. Das SBB-Personal leistet sehr viel: die Pünktlichkeit wurde verbessert, das Angebot an Zügen gesteigert, es wurden mehr Passagiere befördert.

Man würde denken, dass ein Unternehmen sich bewusst ist, wie wertvoll seine Mitarbeitenden sind und diese auch wertschätzt. Leider ist bei der SBB oft genug das Gegenteil der Fall. Stellen wurden und werden gestrichen, der Druck auf das Personal steigt, «RailFit 20/30» wird durchgezogen.

Seit Anfang Jahr finden die periodischen GAV-Verhandlungen zwischen der SBB und der Verhandlungsgemeinschaft unter Führung des SEV statt. Statt mit Vernunft und Augenmass an die Weiterentwicklung dieses wichtigen Vertragswerkes zu gehen, scheint die SBB-Führung den GAV schreddern zu wollen: Weniger Ferien, weniger Kündigungsschutz, Abbau von Lohn und Treueprämien, Lohnkürzung durch Kostenbeteiligung an einer neu zu schaffenden Krankentaggeldversicherung. Das sind wahrlich keine guten Aussichten.

Ein gutes Ergebnis kann nur von gutem Personal erarbeitet werden

Und sie stossen beim Personal auf kein Verständnis. «Die Mitarbeitenden sind durch die Spar- und Abbaumassnahmen durch «RailFit 20/30» und den jüngst bekanntgewordenen geplanten zusätzlichen Abbau von 800 Stellen bei SBB Cargo alarmiert und verunsichert», sagt der für den Bereich SBB zuständige SEV-Vizepräsident Manuel Avallone, «es ist nicht bereit, schlechtere Arbeitsbedingungen hinzunehmen. Die SBB verliert die versierten Angestellten und stellt damit das Funktionieren des ganzen Betriebes infrage.» Ausländische Bahnunternehmen mussten diese schmerzhafte und teure Erfahrung schon machen. Sie in der Schweiz zu wiederholen, wäre wahrlich nicht nötig.

Der SEV fordert die Führung der SBB auf, ihr Forderungspaket zu revidieren, sonst sind Konflikte unausweichlich.

Kommentare

  • Martinez Jose Luis

    Martinez Jose Luis 23/03/2018 16:02:32

    Triste de voire que, après 27 années au CFF, 27 années à faire des horaires irréguliers, nuits, week-ends, prendre des vacances quand c'est possible, travailler au froid, au chaud, notre employeur n'a aucune reconnaissance pour nous, il veut baisser nos salaires, péjorer nos conditions de travail, baisser nos vacances, bientôt il faudra venir travailler quand il aura besoin de nous, mais que veut-il ?
    Engraisser les actionnaires bien sur ! Et bien c'est vite vu, si mon salaire baisse, parce que j'aurais perdu ma garantie de salaire, eh oui j'en ai une, si on me supprime également l'indemnité de résidence, que l'on diminue les indemnités de nuit et week-end, qui ne sont pas si mirobolantes, il faut bien le dire, si on supprime aussi les primes de fidelité, et bien, avec le salaire qu'il me restera, j'ai meilleur temps de démissionner et me trouver un boulot, ou je ne ferais plus ni nuit, ni week-end, je gagnerais peut être un peu moins, mais au moins j'aurais une qualité de vie meilleure, et éventuellement un patron qui reconnaîtra mon engagement et mon boulot !
    De toutes façons, comme je l'ai déjà dit, bientôt, il n'y aura plus que des temporaires et du personnel peu qualifié pour faire un boulot, où la sécurité et l'experience compte, mais notre cher patron s'en fout, il préfere faire du bénéfice sur le dos de ses employés ! Jusqu'à quand, catastrophe ?

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