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3. September 2026: Aktionstag für mehr Sicherheit im öV

Gemeinsam gegen Gewalt und für mehr Respekt

©Thomas Hodel/VöV

Übergriffe auf das Personal im öffentlichen Verkehr sind in den letzten Jahren heftiger geworden und haben seit der Covidpandemie markant zugenommen. Deshalb hat die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV heute den zweiten Aktionstag für mehr Sicherheit im öV durchgeführt. Gemeinsam mit dem Verband öffentlicher Verkehr (VöV) ruft der SEV auf, Gewalt zu verhindern und mehr Respekt gegenüber den Menschen zu zeigen, die den öV tagtäglich am Laufen halten.

«Jeder Übergriff ist einer zu viel. Um Wirkung zu erzielen, müssen alle Akteure gemeinsam handeln: Politik, Bundesamt für Verkehr, Sicherheitsdienste (Transportpolizei, Transsicura), Verband öffentlicher Verkehr (VöV), Unternehmen, Staatsanwaltschaften und natürlich auch die Gewerkschaften», hält SEV-Präsident Matthias Hartwich fest. Der Präsident des VöV und RhB-Direktor Renato Fasciati, macht deutlich, dass hier alle Sozialpartner – also Arbeitgeber:innen und Arbeitnehmer:innen – am gleichen Strick ziehen: «Gewalt im öffentlichen Verkehr können wir nur gemeinsam wirksam bekämpfen. Der VöV engagiert sich deshalb aktiv mit den anderen Partnern gegen Gewalt an öV-Mitarbeiter:innen.» Anlässlich der Generalversammlung des VöV in Thun haben sich Vertreter:innen des VöV und des SEV gemeinsam hinter die Forderung nach einem sicheren öV gestellt:

©Thomas Hodel/VöV

Am 8. Juli 2026 hat das Bundesamt für Verkehr (BAV) zum ersten Mal einen Runden Tisch für einen nationalen Aktionsplan für mehr Sicherheit im öV durchgeführt. «Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung», sagt Matthias Hartwich. «Der Runde Tisch hat einen Massnahmenplan auf den Weg gebracht, und ab jetzt werden Arbeitsgruppen zu den verschiedenen Feldern tätig, mit kurz-, mittel- und langfristigen Aktivitäten: Prävention, Reaktion auf Vorfälle, Hilfe für Betroffene sind auf der Agenda.»

Am Aktionstag für mehr Sicherheit im öV war die Gewerkschaft SEV in verschiedenen Bahnhöfen präsent. SEV-Vizepräsidentin Barbara Keller hat im Hauptbahnhof Zürich mit zahlreichen Reisenden gesprochen und sie auf die Gewaltproblematik aufmerksam gemacht: «Ein fehlendes Billett, eine Kontrolle, eine Regel, die durchgesetzt werden muss: Manchmal genügt das, damit eine Situation eskaliert. Jede Person, die im öffentlichen Verkehr arbeitet, kennt solche Momente. Manche wurden beleidigt, andere bedroht, angespuckt oder sogar körperlich angegriffen. Für viele Kolleg:innen im öV sind Übergriffe zu einer traurigen alltäglichen Realität geworden.» Die SBB meldet rund zehn Übergriffe auf ihr Personal pro Tag. Gemäss der polizeilichen Kriminalstatistik werden pro Tag rund zwei Vorfälle in Räumen des öffentlichen Verkehrs strafrechtlich verfolgt. Während der Covidpandemie haben diese Zahlen drastisch zugenommen und verharren seitdem auf hohem Niveau. «Die Sicherheit der Reisenden und des Personals muss höchste Priorität haben und die nötigen Mittel müssen dafür bereitgestellt werden», fordert Barbara Keller von der Gewerkschaft SEV.

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