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SEV protestiert gegen Stellenabbau bei SBB

«Vera» fallen lassen

Die Gewerkschaft SEV fordert die SBB auf, das Projekt «Vera» zu sistieren und den Abbau von 100 Stellen nicht zu vollziehen. Für den SEV ist es untragbar, dass während laufenden GAV-Verhandlungen Restrukturierungen in diesem Ausmass angekündigt werden. Er fordert die SBB auf, ihre Energie stattdessen in die Einigung beim GAV zu stecken.

Der Schweizerische Eisenbahn- und Verkehrspersonal-Verband verurteilt den Stellenabbau, den die SBB heute angekündigt hat. Es ist unzulässig, parallel zu laufenden Verhandlungen um die Erneuerung des Gesamtarbeitsvertrags die Restrukturierung fortzuführen. So hat die SBB bei der GAV-Kündigung auch den Kündigungsschutz in Frage gestellt, was bedeutet, dass die vom Abbau betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in eine ungewisse Zukunft gehen.

Der SEV erwartet, dass die SBB alle ihre Energie dafür aufwendet, noch vor Jahresende zu einer Einigung beim Gesamtarbeitsvertrag zu kommen – wie dies die Gewerkschaft auch tut. Die Verhandlungen werden mit dieser Ankündigung eines massiven Stellenabbaus zusätzlich stark belastet, dies zu einem Zeitpunkt, wo die SBB einmal mehr wenig zum Vorankommen beiträgt. Das Jahresende ist nahe, und danach droht ein vertragsloser Zustand.

Der SEV erachtet es als stillos, dem Personal kurz vor der Adventszeit und den Festtagen eine solche Ankündigung zu machen. Er fordert die SBB auf, das Projekt zu sistieren und mit den Gewerkschaften im neuen Gesamtarbeitsvertrag vorerst die künftigen Arbeitsbedingungen zu vereinbaren.

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