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Den gesetzlichen Vorgaben wird weiterhin Genüge getan

Jahreseinteilung beibehalten

Am Standort Zürich-Herdern wird die Jahreseinteilung beibehalten. Eine erfolgreiche Intervention des SEV und des Präsidiums der Peko P.

Die Haltung des SEV war eindeutig: Die vorgesehene Monatsplanung (statt der Jahreseinteilung) am Standort Zürich-Herdern ist weder nötig noch legal. So stand es in der letzten Ausgabe von kontakt. sev. Der Produktionsleiter wollte insbesondere wegen «Mangel an diversen Kompetenzen» ab 1.Mai nur noch monatsweise planen und damit die betroffenen Kolleg/innen in der Gestaltung ihrer Freizeit erheblich einschränken, was bei diesen wie bei der Gewerkschaft auf Ablehnung stiess. Dass die Peko Fläche nichts gegen die Monatseinteilung hatte, war dabei unerheblich: Das Gesetz sieht die Jahreseinteilung vor und kennt nur wenige Gründe, warum davon abgewichen werden darf.

«Alte» Verfügung hervorgeholt

Auch das Präsidium der Peko Division P hatte keine Freude an der vorgesehenen Änderung und intervenierte deshalb beim Leiter Zugbereitstellung. Unterstützt wurde es dabei vom SEV, der eine Verfügung des Bundesamtes für Verkehr aus dem Jahr 2010 aus den Schubladen holte. Dieses hatte in einem vergleichbaren Fall bei der Zugvorbereitung Chur eingegriffen. Das Amt hatte damals aufgrund einer Aufsichtsbeschwerde des SEV argumentiert, die Monatseinteilung stelle eine «bedeutende Einschränkung» der Arbeitnehmenden in der Freizeitplanung dar, die sich nur rechtfertigen lasse, wenn sie aus «dienstlichen Gründen» notwendig sei. Und die Meinung der Betroffenen oder der Peko sei in diesem Fall unerheblich: «Grundsätzlich besteht die gesetzliche Vorgabe zur Erstellung einer Jahresplanung», hielt das BAV damals unmissverständlich fest.

Einsicht beim Verantwortlichen

Auf die Intervention des Präsidiums der Peko P und unter Berücksichtigung der damals vom SEV erwirkten Verfügung hat die Regionenleitung ZBS Zürich nun eingelenkt. Auch am Standort Zürich-Herdern wird es also weiterhin eine Jahreseinteilung geben. Der SEV verkennt dabei nicht, dass die Einteilung wegen Personalabgängen schwierig sein kann. Doch wenn man die Probleme auf dem Buckel derjenigen zu lösen versucht, die dem Unternehmen die Treue halten, dann vergrault man die Falschen und verschärft die Probleme. Dies konnte hier abgewendet werden.

pan.

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