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Präsidentenwechsel im SEV

Matthias Hartwich folgt auf Giorgio Tuti

Der Kongress der Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV vom 27. Oktober in Bern hat mit grosser Mehrheit Matthias Hartwich zum neuen Präsidenten gewählt. Der 55-Jährige folgt auf Giorgio Tuti, der dem SEV 14 Jahre lang vorstand. Hartwich überzeugte durch seinen soliden gewerkschaftlichen Hintergrund. Er wird das SEV-Präsidium am 1. Februar 2023 von Giorgio Tuti übernehmen. Die übrigen Geschäftsleitungsmitglieder – Vizepräsident Christian Fankhauser, Vizepräsidentin Valérie Solano und Finanzverwalter Aroldo Cambi – wurden problemlos bestätigt. Der abtretende Präsident Giorgio Tuti wurde vom Kongress sehr herzlich verabschiedet und geehrt.

Matthias Hartwich bringt eine langjährige gewerkschaftliche Erfahrung mit: Ab Anfang der 1990er-Jahre arbeitete er in Deutschland bei der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), die im Bau-, Landwirtschafts- und Umweltbereich tätig ist. 2008 wechselte er zur Unia in der Schweiz, wo er in der Zentrale in Bern insbesondere verschiedene Gesamtarbeitsverträge aushandelte und koordinierte. Auch die Koordination und Begleitung Europäischer Betriebsräte und ein Teil der Flankierenden Massnahmen gehörten zu seinen Aufgaben. Fünf Jahre später kam er zur IndustriALL Global Union in Genf, wo er zuerst die Branchen Werkstoffe und Maschinenbau leitete und später die Branche Werkstoffe abgab, um jene der Basismetalle zu übernehmen.

Die SEV-Stellenausschreibung hat ihn angesprochen, weil er zu einer Organisation zurückkehren wollte, die den direkten Kontakt zu den Mitgliedern pflegt. «Gewerkschaftlich organisiert zu sein wird immer nötiger», betonte er. Auf den neuen Präsidenten warten viele Herausforderungen. Dazu gehört der Generationenwechsel, vor dem der öffentliche Verkehr steht – und damit auch die grösste Verkehrsgewerkschaft der Schweiz: Der SEV muss seine Mitgliedschaft erneuern und vermehrt Frauen und Junge ansprechen. Zudem ist der soziale Dialog in vielen Unternehmen angespannt.

Giorgio Tuti mit Ovationen gefeiert

Dieser Kongress war voller Emotionen, die Delegierten erlebten einen echten Epochenwechsel. Besonders bewegend war die Ehrung des scheidenden Präsidenten Giorgio Tuti: Miliz- und Profigewerkschafter:innen, ehemalige und aktuelle Weggefährt:innen der Geschäftsleitung, Vertreter:innen europäischer Bahngewerkschaften (Tuti bleibt Präsident der Eisenbahnsektion des europäischen Dachverbands ETF) sowie der Präsident des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes zeichneten das Bild eines charismatischen Gewerkschaftsführers, der nah bei den Arbeitnehmenden und fähig ist, Lösungen zu finden. Er wurde von den Kongressteilnehmenden mit stehenden Ovationen geehrt. «Die Stärke des SEV seid aber ihr alle, alle Mitglieder des SEV!», dankte Giorgio Tuti.

Kommentare

  • D’ALESSANDRO Gilbert

    D’ALESSANDRO Gilbert 28/10/2022 18:16:52

    Lors de ce congrès, il y’a la fin d’une ère et le commencement d’une nouvelle.
    Les défis seront nombreux, les embûches aussi.
    Ils nous faudra être unis, fort solidaire comme l’a été ce congrès. Le message aux responsables des entreprises de transport est très clairs. On change de président, mais on change pas notre attitude et notre posture pour La Défense des travailleuses et travailleurs du service public.
    Vive le SEV