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Coronakrise

Der SEV setzt sich auf allen Ebenen für den Schutz des öV-Personals ein

Heute beginnt die Sondersession der Eidgenössischen Räte, die sich unter anderem auch mit den Ertragsausfällen im öffentlichen Verkehr und in der Luftfahrt beschäftigen wird. Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals (SEV) ruft die Parlamentarierinnen und Parlamentarier dazu auf, die entsprechen-den Geschäfte zu unterstützen.

Massnahmen für den öffentlichen Verkehr

Die Coronakrise hat auch vor den Transportunternehmen nicht Halt gemacht. Viele können – trotz grossen Anstrengungen – die zu erwartenden Ertragsausfälle nicht alleine tragen. Aus diesem Grund müssen die Unternehmen des öffentlichen Verkehrs finanziell unterstützt werden. Dabei sieht der SEV den Bund in der Pflicht, da dieser einerseits verständlicherweise die Aufrechterhaltung eines grossen Grundangebots verlangte, gleichzeitig aber auch dazu aufrief, den öffentlichen Verkehr möglichst zu meiden.

Der SEV ruft die Parlamentarierinnen und Parlamentarier deshalb dazu auf, die Motion «Ertragsausfälle im öV – der Bund steht in der Pflicht» zu unterstützen.

Massnahmen für die Luftfahrt

Von der Luftfahrt hängen in der Schweiz rund 190'000 Stellen ab. Viele davon sind von Kurzarbeit betroffen. Mehrere Betriebe erwägen gegenwärtig den Abbau von Stellen, die Liquidität ist fragil und die Aussicht auf eine Erholung wird gemäss Prognosen länger auf sich warten lassen als in anderen Bereichen der Wirtschaft.

Deshalb ist für den SEV klar, dass das Parlament dem zwingend notwendigen Krisenpaket für die Luftfahrt zustimmen muss. Er verlangt, dass die Unterstützung mit mehreren Auflagen verbunden wird: keine Entlassungen aus wirtschaftlichen Gründen, während die Unternehmen staatliche Unterstützung beziehen; Gewährleistung sozialer Standards mit einem GAV; Entwicklung einer umweltschonenden Luftfahrt. Ausserdem dürfen die Unternehmen weder Boni an die Kader noch Dividenden an die Aktionäre auszahlen.

Engagement des SEV am runden Tisch

Der SEV hat am 30. April, vertreten durch seinen Präsidenten Giorgio Tuti, am runden Tisch für den öffentlichen Verkehr – unter der Führung von Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga – teilgenommen. Er setzte sich für die Bedürfnisse des Personals hinsichtlich der Einhaltung des Gesundheitsschutzes ein und vertrat die Interessen der Angestellten auch im Zusammenhang mit der geforderten und notwendigen finanziellen Unterstützung der Transportunternehmen.

Im Anschluss an den runden Tisch hat der SEV alle Parlamentarierinnen und Parlamentarier angeschrieben und sie gebeten, sich für die Unterstützungsvorlagen einzusetzen und so auch auf politischer Ebene ein wichtiges Signal für den Zusammenhalt der Schweiz und für zukunftsfähige Infrastrukturen zu setzen!

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