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Hanny Weissmüller an der Spitze des Lokomotivpersonals

Es ist eine kleine Revolution in der Welt des Schweizer Lokpersonals. Hanny Weissmüller ist nämlich die erste Frau, die Präsidentin des Lokomotivpersonals in der Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV wird. Die 47-jährige Walliserin folgt auf Hans-Ruedi Schürch. Hanny Weissmüller ist zweisprachig und wird also ab 1. Januar 2021 die Forderungen der Gesamtheit des Lokpersonals vertreten können, besonders aber jene der Frauen, die in dieser Branche nur gerade 4 Prozent ausmachen.

Die Wahl von Hanny Weissmüller öffnet Perspektiven, um die Arbeitsbedingungen an die Lebensrealität der Frauen anzunähern: «Viele Frauen kümmern sich noch vor allem um den Haushalt. Die Dienstpläne müssen verbessert werden, um einen Ausgleich zwischen Arbeits- und Privatleben zu ermöglichen. Davon werden auch die männlichen Kollegen profitieren. Mit einem Ausgleich zwischen Berufs- und Privatleben für alle wird der Beruf attraktiver. Das ist auch ein Weg, um den Lokpersonalmangel zu bekämpfen, nachdem die Abgänge durch Pensionierungen schlecht geplant sind.» Auf ihrer Tagesordnung steht aber noch ein weiterer Punkt: «Um den Beruf attraktiver zu machen, braucht es unbedingt auch höhere Löhne. Unsere Gewerkschaft setzt sich voll in diesem Sinn ein.»

Für Giorgio Tuti, Präsident der Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV und der Sektion Eisenbahn der Europäischen Transportarbeiter-Föderation ETF, ist diese Wahl ein Volltreffer. «Mit Hanny Weissmüller haben wir nicht nur eine Frau an der Spitze einer der am besten organisierten Berufsgruppen, sondern auch eine Persönlichkeit, die die Interessen ihrer Kolleginnen und Kollegen ausgezeichnet vertreten kann. Sie war zuvor in andern Berufen tätig und bringt einen grossen Rucksack voll Erfahrungen mit.»

Weitere Auskünfte

Hanny Weissmüller, Präsidentin des SEV-Unterverbands des Lokomotivpersonals, 051 281 84 08
Giorgio Tuti, Präsident SEV, 079 221 45 64

Pressebilder

Hanny Weissmüller und Hans-Rudolf Schürch, abtretender Zentralpräsident LPV (Download ca. 1,3 MB)

Kommentare

  • pascal schneiter

    pascal schneiter22/09/2020 11:45:21

    Félicitations a la nouvelle Présidente.

  • Markus Eichenberger

    Markus Eichenberger23/09/2020 10:29:30

    Super Bericht im Blick , danke :(
    Sympathie schon verspielt :(

  • Marti Walter

    Marti Walter23/09/2020 11:45:10

    Guten Tag Frau Weissmüller

    Ihre Aussage im Blick:
    Eisenbahn-Machos nimmt sie den Wind aus den Segeln. «Ich habe mir gesagt, wenn es so viele Männer als Lokführer hat, dann muss das ein einfacher Beruf sein!», sagt sie und lacht.
    Ich war 44 Jahre Lokführer in Zürich. Ich denke in unserer Zeit veränderte sich der Beruf wie kaum ein anderer. Vom Krokodil auf die Stadlerzüge.
    Mit Ihrer Aussage qualifizieren sie den Beruf gerade selbst. Alles ist einfach.
    Ja es ist einfacher geworden. Früher musste man eine Lok kennen heute telefoniert man 1832 wenn ein Problem auftritt. Ich habe meinem Sohn abgeraten Lokführer zu werden.
    Warum: Unregelmässer Dienst; schlechte Bezahlung; alle 5 Jahre an eine Prüfung, alle 5 Jahre zum Arzt und wenn man Krank wird, Jobverlust oder eine erhebliche Lohneinbusse und bei mir gab es seit mehr als 12 Jahren keine Lohnerhöhung mehr.
    Ich wünsche Ihnen alles Gute

    Freundliche Grüsse

  • Adrian Burgener

    Adrian Burgener23/09/2020 12:39:44

    "Das männliche Gehabe ist peinlich,sowohl in der Hierarchie als auch unter Kollegen"
    "Ich habe mir gesagt, wenn es so viele Männer als Lokführer hat,dann muss das ein einfacher Beruf sein!" :( :( :(
    Kann mir vorstellen das diese Aussagen nicht überall gut ankommen

  • Hans-Ruedi Schürch

    Hans-Ruedi Schürch23/09/2020 17:34:36

    Das war BLICK - nicht Hanny!

  • Simon Steinmann

    Simon Steinmann23/09/2020 21:18:50

    Für alle die es nicht mitbekommen haben: Dies ist der Abschnitt im Artikel des BLICK, auf den Markus Bezug nimmt.

    Zitat:
    «Das männliche Gehabe ist peinlich»

    Sieben Jahre später versteht sie sich auch als Gewerkschafterin. «Ich bin empfindlich auf Ungerechtigkeiten gegenüber Frauen. Das männliche Gehabe ist peinlich, sowohl in der Hierarchie als auch unter Kollegen», sagt sie.

    Eisenbahn-Machos nimmt sie den Wind aus den Segeln. «Ich habe mir gesagt, wenn es so viele Männer als Lokführer hat, dann muss das ein einfacher Beruf sein!», sagt sie und lacht.
    Zitat Ende

    Ich denke es ist Vorsicht geboten, der BLICK ist besonders geschickt darin, den Leuten das Wort im Mund zu verdrehen um Kontroversen zu schüren.

    Sollte Hanni diese Aussagen jedoch wirklich so getätigt haben, ist das wahrlich kein guter Einstand. Es ist schlicht falsch, dass unter Lokführern "Männliches Gehabe" verbreiteter ist als in anderen Berufen, Männerlastig hin oder her.

    Und dann die Männer als einfältig hinstellen. Selbst wenn der Beruf einfach wäre, voll daneben! Man stelle sich vor, ein Pflegefachmann würde so etwas über seine Berufs- und Verbandskolleginnen sagen, ein Shitstorm wäre ihm (zurecht) garantiert. Solche Aussagen, egal gegen wen, haben im 21.Jahrhundert definitiv ausgedient.

    Noch eine Schlussbemerkung für alle Interessenten für den Beruf Lokführer*in
    Egal woher Ihr kommt, egal ob Homo-, Hetero-, LGBTQ+ und egal welcher Gender: Alle kommen für diesen Beruf in Frage. Am Schluss interessiert nur, ob ihr Zugfahren könnt oder nicht.

  • Weissmüller

    Weissmüller24/09/2020 09:35:49

    Der Blick hat den Bericht ohne mein Wissen verfasst. Er widerspiegelt meine Meinung nicht!

  • Adrian Burgener

    Adrian Burgener24/09/2020 10:26:31

    Sehr geehrter Herr Schürch,

    Auch wenn das der Blick,20 min.,SRF,oder wer auch immer geschrieben hat.Etwas Wahrheit steckt immer hinter jeder Aussage und mir ist das auch bewusst das die Medien uns beeinflussen wollen.

    Wir Lokführer werden dargestellt als Machos und Idioten.

  • Hans Zimmermann

    Hans Zimmermann24/09/2020 14:40:48

    Aber, aber, Frau Weiersmüller, als Pensionierter SBBler kann ich nur den Kopf schütteln über solch diskriminierende Worte einer sicher gescheiten Frau wie Sie es sind ! Alle Lokführer haben seit Jahrzehnten einen zuverlässigen und Top-Job gemacht und nun bekommen Sie derart "auf's Dach" von ihrer neuen Präsidentin, wenn das nur gut kommt !

    Mit solchen Aussagen habe ich grösste Mühe, Frauen sind gut, Männer aber auch, es gibt nur ein respektvolles und kollegiales Miteinander und keine solchen Rundumschläge ! In andern Diensten ist das doch Alltag und eine Bereicherung ! Das sieht Frau Weiersmüller offenbar ganz anders, schade !

    "Worte zerstören wo sie nicht hingehören" hat einmal eine gescheite Daljia Lavi gesungen, wie recht hat sie !

    Alles Gute der neuen LPV-Präsidentin !

  • Scaglione Rosalba

    Scaglione Rosalba24/09/2020 18:14:11

    Complimenti di cuore Hanni, eccellente collega. Grazie alla tua elezione mi sento più al sicuro, so che finalmente la nostra voce inizierà ad essere ascoltata un po’ di più. In bocca al lupo.

  • Barbara Amsler

    Barbara Amsler24/09/2020 19:50:07

    Diejenigen, welche sich noch an mich erinnern, können sich vorstellen, wie ich mich über die Wahl von Hanny Weissmüller freue. Achtung mit Ironie und Witz: da bin ich bei gewissen Leuten auch mal böse ins Fettnäpfchen getreten.

  • Erb Stefan

    Erb Stefan25/09/2020 00:02:01

    Egal ob Blick oder nicht, ein Umgang mit diesen Medien muss geschult sein.
    Ein Interview muss immer gegengelesen werden bevor er veröffentlicht wird. Auch wenn das Interview telefonisch geführt wurde. Das ist wahrlich kein guter Einstand. Und hier sollte man bei Blick auch eine Rüge schreiben und sagen das man so nicht behandelt werden will.

  • Marc Uetz

    Marc Uetz25/09/2020 20:09:08

    Guten Tag Hanny

    Es ist an der Zeit für ein Statement von dir an alle LPV Mitglieder. Ich werde jedenfalls nicht mehr bereit sein einen Mitgliederbeitrag zu bezahlen, wenn solche Worte von einer Präsidentin gewählt werden. Schade und peinlich, sollten diese Worte so gemeint sein. Ich kann mich mit diesem Verband nicht mehr identifizieren, trotz den 25 Dienstjahren. Du hast einen Flächenbrand entfacht, mit schwerwiegenden Folgen.

    Gruss Marc
    Lf Biel

  • René

    René04/10/2020 08:33:10

    Ich schliesse mich Marc Uetz an. Nach 35 Jahren Lokführer muss man sich schon überlegen, ob man noch im richtigen Verband ist.

  • Reto Burger

    Reto Burger04/10/2020 22:55:33

    Ich wünsche Hanny einen guten Start und Kollegen, die nicht gleich auf die erstbeste Schlagzeile hereinfallen. Es ist doch bestens bekannt dass z.B "Blick" Aussagen und Statements oft völlig aus dem Kontext reisst und der Wahrheitsgehalt so gegen Null tendiert. Das gehört nun mal zum Stil vieler Billig-Medien und korrekt recherchiert wird da ohnehin selten, dafür fehlt nur schon die Zeit.

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