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DV TS: «Verbunden werden auch die Schwachen mächtig»

 Engagierte Diskussionen führen die Delegierten des Unterverbands Technisches Servicepersonal (TS). Sie treffen sich am 29. Mai im Hotel Olten. Zentralpräsident Sandro Kälin führt durch die Sitzung. Als Gäste eingeladen hat der TS SEV-Präsident Matthias Hartwich und Gewerkschaftssekretär René Zürcher.

«Verbunden werden auch die Schwachen mächtig.» Mit diesem Zitat eröffnet SEV-Präsident Matthias Hartwich seine Rede. Es könnte ein gewerkschaftliches Zitat sein, stammt aber aus dem «Wilhelm Tell» von Friedrich Schiller. «Verbunden» zu sein ist im Moment sehr wichtig. denn der Druck auf den Schienenverkehr ist gross und wächst. «Wir wehren uns mit Nachdruck gegen den Abbau bei SBB Cargo. Aber dafür brauchen wir auch eine Wende in der Politik. Heute ist der LKW-Verkehr massiv bevorzugt und zusätzlich gibt es eine krasse Ausbeutung von LKW-Fahrer:inen in ganz Europa. Die Folgekosten des Schwerverkehrs für Bevölkerung und Umwelt werden von uns allen getragen. Der SEV setzt sich hier und auch auf europäischer Ebene dafür ein, dass sich das ändert.» Auch der Schienenpersonenverkehr steht vor Herausforderungen. Noch immer hegen Bundesrat und Teile der bürgerlichen Parlamentsmehrheit Pläne, beim Regionalen Personenverkehr Kosten zu sparen, und das zum Teil auf dem Rücken des Personals. «Umso wichtiger ist es, dass wir selbstbewusst für unsere Rechte einstehen.»

René Zürcher informiert über die Verhandlungen zu den bereichsspezifischen Arbeitszeitregelungen (BAR). Die BAR im Cleaning, im Rangier, bei der Kundenbegleitung und beim Lokpersonal wurden mit grosser Mehrheit von den betroffenen SEV-Mitgliedern angenommen. Nun sind die BAR an der Reihe, die auch viele TS-Mitglieder betreffen. nämlich für den Bereich Unterhalt Rollmaterial des Personenverkehrs SBB (PP-UHR), also für die Werke und Serviceanlagen. Seit dem Kickoff am 20. April haben sich die Verhandlungsdelegationen bisher zweimal getroffen und sind somit in die eigentlichen Verhandlungen gestartet. Die Verhandlungsdelegation besteht, nebst Sandro Kälin und René Zürcher, aus drei TS Delegierten (Christoph Geissbühler, Sylvian Sahli und Tino Rogowski) welche in den Werken oder Service Anlagen arbeiten.

Neben den BAR bewegen auch andere Themen die Delegierten des TS. Der Umzug von Teilen des Werks in Yverdon nach Yvonand läuft und scheint im Moment für die Betroffenen zumutbar. Unzufrieden ist der TS im Moment über das Bundesamt für Verkehr wegen Klangkontrollen bei Güterzügen. Zwar möchte das BAV vermehrt solche Kontrollen durchführen lassen, hat aber eine entsprechende Weisung aus juristischen Gründen im Moment auf Eis gelegt.

Die Delegierten wählen einstimmig neue Mitglieder in verschiedene Gremien:  Myriam Bänninger (Ersatzmitglied GPK), Ludovic Morel (Migration), Ragulan Sureshkumar und Hakan Karademir (Jugend), Vincent Niklaus und Merlin Künzi (GAV-Konferenz SBB) Marco Barberio (Ersatzdelegierter GAV-Konferenz SBB) und Florian Schröder (Ersatzdelegierter GAV-Konferenz SBB Cargo).

Michael Spahr

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