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Barbara Spalinger antwortet

Neuer CEO bei der SBB: Wird nun alles besser?

© SBB CFF FFS

Seit dem 1. April steht Vincent Ducrot an der Spitze der SBB. Der SEV hat diese Besetzung als vernünftig beurteilt. Ist nun also alles perfekt für die SBB-Mitarbeitenden?

Vincent Ducrot gab nach seinem Stellenantritt bereits erste Interviews. Und die ersten Botschaften, die er ans Personal richtet, gehen in die richtige Richtung. Er sei stolz auf die Mitarbeitenden und kündigte an, dass die SBB nach dieser Krise keine Kündigungen aussprechen werde. Im Gegenteil, das Unternehmen brauche «alle», nicht zuletzt deshalb, weil die SBB mit dem Weggang von rund 10000 pensionierten Mitarbeitenden vor einer grossen Herausforderung steht. Diese Aussagen sind beruhigend und tönen anders, als die der bisherigen Geschäftsführung.

Das Personal braucht eine neue Unternehmenskultur, in welcher die Leitung den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ernsthaft zuhört, und damit das Vertrauen wiederherstellen kann.

In den letzten Jahren hat eine Reorganisation die nächste gejagt, und dies in rasantem Tempo, sodass niemand mehr wirklich wusste, was die Gründe für dieses oder jenes Projekt waren. Viele dieser Reorganisationen dienten ausschliesslich der Kostensenkung. Für die Mitarbeitenden ist es absolut zentral, dass die SBB ihre Aktivitäten nun wieder auf die Qualität und Sicherheit ihrer Dienstleistungen ausrichtet.

Dazu gehört auch die Notwendigkeit mehr Personal einzustellen, um chronischer Unterbesetzung ein Ende zu setzen, welche die Qualität der Dienstleistungen und die Gesundheit der Angestellten gefährdet.

Aber auch wenn der erste Eindruck positiv ist: Es wird sich nicht alles von heute auf morgen ändern. Wir werden die neue Führung langfristig beurteilen und sind in der Lage, bei Bedarf zu intervenieren – sei es in den Treffen zwischen den Sozialpartnern oder nötigenfalls auch mit härteren Mitteln.

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