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Genug ist genug

BLT-Personal hängt GAV-Forderungen an Haltestellen

Das BLT-Personal will GAV-Verhandlungen. (Foto: BLT)

Nach 10 Jahren ist der GAV der Baselland Transport AG (BLT) veraltet und muss dringend überarbeitet werden. Ebenfalls wurden Anfang 2019 das Arbeitszeitgesetz (AZG) und die Verordnung dazu revidiert. Daher hat der SEV schon im Frühjahr 2019 bei der BLT deponiert, den GAV neu zu verhandeln. Zudem hat das Personal wiederholt die Forderung geäussert, dass es verbindlichere Regelungen im Bereich der Arbeitszeit braucht. «Die BLT hält sich gerne den ganzen Spielraum offen, den das AZG bietet – aus ihrer Sicht im Interesse des Personals. Das Personal möchte aber nicht nur den minimalen Schutz des AZG, sondern bessere und klarere Lösungen», erklärt SEV-Gewerkschaftssekretärin Susanne Oehler. 

 

Die Forderungen des Personals sind allesamt zeitgemäss und gut umsetzbar. Doch anstatt in Verhandlungen mit den Sozialpartnern einzutreten, hat die BLT den GAV sogar einseitig geändert. Um den GAV anzupassen, bedarf es jedoch eines gegenseitigen Einvernehmens, er kann nicht einseitig geändert werden.

Das Vorgehen der BLT beweist, dass sie durchaus Ressourcen gehabt hätte für konkrete Verhandlungen. Um den Druck zu erhöhen, hat das BLT-Personal deshalb Anfang Januar Plakatflächen gebucht und darin seine GAV-Forderungen aufgehängt. Der SEV hofft, nun endlich in ernst gemeinte GAV-Verhandlungen eintreten zu können. Ein Treffen zwischen SEV und BLT stimmt optimistisch: «Das Gespräch verlief positiv», sagt Susanne Oehler, «die BLT zeigte sich offen für Verhandlungen.» Bis aber Nägel mit Köpfen gemacht sind, werden weiterhin GAV-Forderungen auf den Plakatwänden stehen.

Elisa Lanthaler

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