| Medienmitteilungen

Genug ist genug

BLT: Mitarbeitende hängen Plakate mit GAV-Forderungen an die Bushaltestellen

© BLT

Nachdem die Geschäftsleitung ohne Mandat zu Verhandlungsterminen erschienen ist und nun einseitig den GAV geändert hat, reicht es: «Die BLT hat offenbar nicht begriffen, was Sozialpartnerschaft bedeutet», sagt SEV-Gewerkschaftssekretärin Susanne Oehler.

Nach 10 Jahren ist der GAV der BLT veraltet und muss dringend überarbeitet werden. Deshalb hat der SEV bereits im Frühjahr bei der BLT deponiert, den GAV neu zu verhandeln. Zudem hat das Personal wiederholt die Forderung geäussert, dass es verbindlichere Regelungen im Bereich der Arbeitszeit braucht. «Die BLT hält sich gerne den ganzen Spielraum offen, den das Arbeitszeitgesetz bietet – und zwar nicht immer im Interesse der Mitarbeitenden», erklärt Susanne Oehler.

Die Forderungen des Personals sind allesamt zeitgemäss und gut umsetzbar. Dennoch musste der SEV mit Bedauern feststellen, dass die Geschäftsleitung kein Verhandlungsmandat vom Verwaltungsrat erhalten hat. Deshalb kamen bislang keine GAV-Verhandlungen zustande.

Anstatt mit den Sozialpartnern in Verhandlungen einzutreten, hat die BLT nun sogar einseitige Änderungen am GAV vorgenommen. Der SEV bedauert, dass die BLT die Anliegen des Personals offenbar so wenig ernst nimmt.

Seit heute hängen deshalb an diversen BLT-Haltestellen die GAV-Forderungen des Personals als Plakat. Der SEV hofft, mit der BLT innert nützlicher Frist endlich in ernstgemeinte GAV-Verhandlungen eintreten zu können.

Weitere Auskünfte:

Susanne Oehler, Gewerkschaftssekretärin SEV: +41 79 612 66 23

Kommentare

  • René Bolzern

    René Bolzern07/01/2020 13:38:10

    Ich nehme mal an Die BLT gehört dem Kanton Baselland?
    Darum Versucht man beim Personal zusparen immer das gleich Vorgehen seit Jahren.Wiso versucht man es nicht mit den Sozialpartnern.

  • Martin Schmid

    Martin Schmid07/01/2020 23:42:01

    Unglaublich, dass im Jahre 2020 noch immer am liberalen Weltbild der 90er Jahre nachgehangen wird. Es zeigt doch überdeutlich, ass diese Führungskräfte in einem Denkschema verhaftet geblieben sind, die die "Privatisierung" von DB und SBB AG erst ermöglicht hat. Da lob ich mir die Linke im Kanton Basel-Stadt, die die Vollverstaatlichung der BVB wieder anstrebt. Nur wenn wir unseren Auftrag als Staat beim OeV voll erfüllen können, bleiben wir glaubhaft. Und dazu gehört das soziale Gefüge, als Vorbild und Vorreiter für die sogenannte freie Wirtschaft. NUR ZUFRIEDENE MITARBEITER SETZEN SICH AUCH FUER EIN UNTERNEHMEN EIN.
    Habt Mut kämpft und lasst EUCH ALLE nicht unterkriegen und "besänftigen" von so genannten Versprechen. Denn der Beweis liegt auf der Strasse oder Schiene: Sie finden für diese Bedingungen niemand mehr!
    STEHT AUF und KAEMPFT. Es geht ums Prinzip
    In Verbundenheit
    Ein Eisenbahner

Kommentar schreiben