| Medienmitteilungen

Grosse Enttäuschung für die Pensionierten der SBB

Verhandlungen über Railcheck gescheitert!

Am 7. März haben sich die Delegationen der SBB sowie der Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV und des SEV-Unterverbands der Pensionierten (PV) zum zweiten Mal in Bern getroffen, um über die weitere Ausrichtung des Railchecks an die Pensionierten zu verhandeln. Die SBB hatte diesen im vergangenen Herbst im Rahmen ihres Sparprogramms Railfit 20/30 gestrichen.

Die Pensionierten, denen dieser Railcheck im Wert von 100 Franken als Zeichen der Wertschätzung durch den ehemaligen Arbeitgeber sehr viel bedeutet und auch einen hohen emotionalen Wert hat, wollten dieses Streichkonzert nicht einfach so hinnehmen: Sie sammelten innert kürzester Zeit 12’790 Unterschriften, mit denen sie die Weiterausrichtung des Railchecks forderten. Diese Unterschriften wurden der SBB am 12. Dezember übergeben.

Die SBB signalisierte damals unter dem Eindruck dieser hohen Unterschriftenzahl Gesprächsbereitschaft. Sie hob indessen hervor, dass das Einsparziel von 1,8 Mio. Franken bei den Pensionierten nicht verhandelbar sei, und forderte Lösungsvorschläge innerhalb der unterschiedlichen Aufwandposten für die Pensionierten.

Vergebliche Suche nach akzeptabler Lösung

Am 8. Februar fand eine erste Gesprächsrunde statt, in welcher die Vertreter von SEV und PV einen Lösungsvorschlag präsentierten, der es ermöglicht hätte, den Pensionierten weiterhin einen auf 80 Franken reduzierten Railcheck abzugeben. Unter anderem wurde darin propagiert, einen Teil der Mehrwertsteuer auf dem rabattierten GA-Betrag, den die SBB zu berappen hat, auf die Bezüger abzuwälzen (die ja dann dafür den Railcheck erhalten).

Nach der Prüfung der SEV-Vorschläge durch die SBB kam am 7. März die grosse Ernüchterung: Die SBB beharrte auf dem «Opferbeitrag» der Pensionierten an Railfit 20/30 von 1,8 Mio. Franken und beurteilte die Vorschläge des SEV als technisch und juristisch («Gewohnheitsrecht») nicht umsetzbar. Daher konnte keine Einigung erzielt werden. Konsequenz: Die Pensionierten erhalten den Railcheck definitiv nicht mehr.

Verpasste Chance

Der SEV und der Unterverband PV bedauern dies ausserordentlich, und wir sind ob der Haltung der SBB sehr enttäuscht. Zwar herrschte immerzu Gesprächsbereitschaft, doch die SBB beharrte auf dem Sparbeitrag, der nicht mehr zu erreichen war. Darüber und ob der ins Feld geführten technischen Hemmnisse war bei der SBB keine Bereitschaft mehr spürbar, sich auch zu bewegen und einen Schritt auf die ehemaligen Mitarbeitenden zu zu tun.

Zwar werden nun 1,8 Mio. Franken eingespart – aber auf dem Buckel der Pensionierten, welche jahrzehntelang fraglos ihr Bestes für die SBB gegeben haben. So haben sie ungezählte Male auf einen dienstfreien Tag verzichtet und sind trotzdem arbeiten gegangen, um den Betrieb aufrecht zu erhalten, um nur ein Beispiel zu nennen.

Die SBB hat eine grosse Chance vertan, ihren ehemaligen Mitarbeitenden die Wertschätzung der Bahn auch konkret zu zeigen und sich die Pensionierten als Botschafter/innen des öV zu bewahren. Es herrscht Frust. Man ist enttäuscht vom ehemaligen Arbeitgeber, der sich hier durchaus etwas grosszügig hätte zeigen dürfen.

SEV-Unterverband der Pensionierten (PV) und Zentralsekretariat SEV

Kommentare

  • Dürig Sylvia

    Dürig Sylvia10/03/2017 12:31:04

    Was kann man von Herrn Meier erwarten, der nur sein Salär und die Dollarzeichen in seinen Augen hat?

Kommentar schreiben