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Resolutionen

AS-Sketch zur Resolution «Mehr Anerkennung der spezifischen Berufserfahrung bei der SBB»: Markus Wittwer macht sich fit für den Wettbewerb mit den Quereinsteigern.

Mit dem Positionspapier «Vertragspolitik» verabschiedete der Kongress drei Resolutionen:

«Temporäre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verdienen Würde und Respekt»:

Diese Resolution der Delegiertenversammlung TS richtet sich gegen die Tricks, die gewisse SBB-Bereiche anwenden, um Temporärmitarbeitenden, die seit über vier Jahren bei der SBB arbeiten, nicht eine Festanstellung anbieten zu müssen, wie mit dem neuen GAV vereinbart. «Die SBB hat zwei Jahre Übergangszeit verlangt, um diese Vereinbarung in Kraft zu setzen. Die SBB nützt diesen Spielraum aus, um zahlreiche Kollegen loszuwerden und abzuschieben, die seit vielen Jahren als Temporäre arbeiten (auch deutlich mehr als 5 Jahre!). (...) Wer seit vielen Jahren als temporärer Mitarbeiter tätig ist, soll ohne weiteres Theater einen unbefristeten Vertrag angeboten erhalten. Diese Kollegen abzuschieben und sie durch neues Personal zu ersetzen zeigt, dass die Arbeit vorhanden und die Möglichkeit einer Festanstellung gegeben ist.»

«Mehr Anerkennung der spezifischen Berufserfahrung bei der SBB»:

Die vom Unterverband AS eingebrachte Resolution stellt mit Sorge fest, dass die SBB in immer mehr Stellenausschreibungen eine akademische Ausbildung voraussetzt, «während dafür bis vor Kurzem eine Bahnbetriebslehre oder eine analoge Berufsausbildung als grundlegend und wichtig beurteilt wurde. (...) Die Komplexität der SBB kann nur im Unternehmen selbst verstanden und erfahren werden. (...) Diese praxisnahen Kenntnisse sind als Kernkompetenzen unabdingbar für die Gewährleistung eines sicheren, effizienten und modernen Bahnbetriebs und fehlen damit an Schlüsselpositionen (...). Wir fordern deshalb die Verantwortlichen der SBB auf, der in der Schweiz bewährten klassischen dualen Berufsbildung wieder mehr Stellenwert einzuräumen, bei der SBB ausgebildete Mitarbeitende zu fördern und bei den Stellenausschreibungen die Chancengleichheit für Mitarbeitende mit Berufslehre zu gewähren. Deshalb soll nicht immer zwingend ein Fachhochschulabschluss als Voraussetzung verlangt werden bzw. bei gleichwertiger praktischer Erfahrung soll das Nachholen eines Fachhochschulabschlusses zugelassen werden. Im Stelleninserat soll die Möglichkeit eines nachträglichen Fachhochschulabschlusses explizit erwähnt werden und dadurch signalisiert werden, dass die SBB wieder vermehrt auf die Erfahrung des eigenen Personals setzt.»

«Fragwürdige Schliessung der SBB Reisebüros»:

Diese Resolution des AS fordert, dass die SBB künftig keine Verkaufsstellen mehr schliesst und dass alle Mitarbeitenden der Reisebüros ein gleichwertiges Stellenangebot im bedienten Verkauf und der Reiseberatung des jeweiligen Standorts erhalten. Sie verlangt auch, dass die Auszubildenden in den Reisebüros ihre Lehre in der begonnenen Fachrichtung abschliessen können und dass den Mitarbeitenden in Führungspositionen Stellen angeboten werden, die ihnen berufliche Perspektiven bieten.

Ruth Schweizer präsentiert zusammen mit vier weiteren AS-Delegierten die Resolution zu den Reisebüros.

Zum Positionspapier «Sozialpolitik» verabschiedete der Kongress eine vierte, vom Unterverband VPT eingebrachte 

Resolution gegen die Reformvorlage «Altersvorsorge 2020» des Bundesrats,

weil diese folgendes vorsieht:

  • das ordentliche Pensionsalter von 65 Jahren durch ein "Referenzalter" zu ersetzen, das die Türen für Arbeit  bis zum 70. Altersjahr öffnet;

  • Erhöhung des Pensionsalters der Frauen von 64 auf 65;

  • Streichung der Witwenrente in der AHV;

  • Rentenraub durch die Herabsetzung des Umwandlungssatzes bei den Pensionskassen;

  • Aufhebung des Koordinationsabzuges in der 2. Säule, was bedeuten würde, dass eine Beitragsleistung, ab dem ersten Franken vorgesehen ist und das das Kapitalsystem, welches die Spekulation fördert und den Marktschwankungen unterliegt, unterstützt.

Fi

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