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SEV-Vorstand

Kongress und 100-Jahr-Feier: sehr positive Bilanz

Der SEV-Vorstand zog Bilanz über den arbeitsreichen Monat Juni mit 100-Jahr-Jubiläum, Kongress und Frauenstreik.

Der Vorstand gratulierte den Organisatorinnen des Kongresses und der Feierlichkeiten vom 3. Juni.

Der SEV-Vorstand beurteilte die Jubiläumsfeierlichkeiten vom 3. Juni als äusserst positiv. Die Mischung aus Reden – diejenige von Bundesrätin Simonetta Sommaruga zeichnete sich insbesondere durch ihre Authentizität aus – der ausgezeichneten Leitung und den Künstler/innen wurden sehr geschätzt. Einziger Wehrmutstropfen: Die fehlende Übersetzung der beiden Comedy-Beiträge von Thomas Wiesel und Patti Basler. Ihr Humor liess sich nicht übersetzen.

Der Vorstand lobte grundsätzlich auch den Stehlunch, der viel Austausch ermöglichte und bedankte sich herzlich bei Daniela Lehmann, der treibenden Kraft des Abends.

Ein nahezu perfekter Kongress

Der Vorstand beschäftigte sich auch mit dem Kongress vom 4. Juni, dessen Organisation, Logistik, Arbeit hinter den Kulissen und Übersetzungen er als perfekt einstufte, sowie auch die digitalen Unterlagen. Ebenso schätzte der Vorstand die Präsentation in Bild und Ton des Sozialberichts. Sonja Heinichen wurde ausserdem für die Gesamtorganisation herzlich beglückwünscht.

In Bezug auf die Inhalte ist dem Vorstand aufgefallen, dass nur wenige Diskussionen stattgefunden haben. Die Positionspapiere haben sich inhaltlich kaum verändert seit 2017.

Die Beteiligung der Kongress-Delegierten gab ausserdem Anlass zu einer kleinen Diskussion, da einige von ihnen den Kongress vor dessen Ende verlassen haben. Die Unterverbände werden ihre Delegierten an die Verantwortung, die sie tragen, erinnern. Denn sie vertreten ihre Kolleginnen und Kollegen.

Bilanz zum Frauenstreik 2.0

Der Zeitpunkt war auch gekommen, um Bilanz über den Frauenstreik vom 14. Juni zu ziehen. Janine Truttmann, Vertreterin der Frauenkommission, betonte die Fähigkeit der Frauen, eine solche Veranstaltung zu organisieren. Sie beurteilte die Bewegung als ganzes sehr positiv. Das SEV-Radioballet in Zürich und Bern be- urteilte sie als Erfolg. Vizepräsident Barbara Spalinger sprach von einem historischen Tag mit viel Euphorie. «Wir werden nun versuchen, in den Verkehrsbetrieben den Elternurlaub vorwärts zu bringen. Einziger Dämpfer: Wir hätten mehr tun können für die Mobilisierung.»

Der Vorstand kam auch noch einmal auf die Wahl von Christian Fankhauser als Vizepräsident SEV zu sprechen. Christian wird seine Funktion am 1. September aufnehmen und die KTU übernehmen. Barbara Spalinger übernimmt ab diesem Zeitpunkt die SBB-Dossiers.

Manuel Avallone wird nach 11 Jahren als Vizepräsident eine Stelle als Gewerkschaftssekretär übernehmen. Um Christian in der Romandie zu ersetzen, ist aktuell eine Stelle ausgeschrieben. Damit soll die Region Genf gestärkt werden, die zurzeit von Valérie Solano alleine betreut wird.

Vivian Bologna/Übersetzung: chf
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Gesetze in der Vernehmlassung

Der Vorstand hat sich auch mit zwei Gesetzen in der Vernehmlassung befasst. Der SEV spricht sich eher für das Bundesgesetz über den unterirdischen Gütertransport aus. Er begrüsst grundsätzlich die Suche nach neuen Wegen im Gütertransport auf der Schiene. Wie der Bericht zum Bundesgesetz aufzeigt, prognostizieren die Schweizerischen Verkehrsperspektiven ein anhaltendes Verkehrswachstum auf Schiene und Strasse. Die auf Schiene und Strasse transportierten Gütermengen in Tonnen werden im Jahr 2030 voraussichtlich um 25 Prozent höher liegen als noch 2010. Für den SEV ist wesentlich, dass der unterirdische Gütertransport integraler Bestandteil des Service publics ist.

Betreffend Reform des Regionalen Personenverkehrs RPV (Änderung des Bundesgesetzes über die Personenbeförderung) ist der SEV der Meinung, dass sich das bestehende System insgesamt bewährt hat. «Es ist nicht nötig, dass weitere Anreize für unternehmerisches Handeln und Effizienzsteigerungen geschaffen werden.» Der SEV ist auch gegen die Einführung eines schweizweit einheitlichen Benchmarking-Systems für alle bestellten öV-Linien. «Der RPV ist kein offener, privatwirtschaftlicher, sondern ein subventionierter, regulierter Markt. Regionalverkehr ist Service public.»

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