Abstimmung 8. März 2026
Nein zum Abbau des Service public

Der SEV sagt NEIN zur eidgenössische Volksinitiative «200 Franken sind genug! (SRG-Initiative)» - auch bekannt als «Halbierungsinitiative». Eine Annahme der Initiative am 8. März 2026 würde zu einer massiven Schwächung des Service Public führen – mit weniger unabhängiger Berichterstattung, gefährdetem Zusammenhalt der Sprachregionen und dem Verlust tausender Arbeitsplätze.
Die Initiative fordert eine drastische Senkung der Medienabgabe für Haushalte: Von heute 335 CHF auf 200 CHF. Unternehmen sollen gar keine Medienabgabe mehr zahlen. Was auf den ersten Blick billig erscheint, kommt die breite Bevölkerung am Schluss teuer zu stehen.
Was bedeutet das?
- Massive Budgetkürzungen bei den SRG-Medien – faktisch eine Halbierung.
- Konsequenzen:
- Abbau von Programmen
- Weniger regionale Berichterstattung
- Schliessung von Redaktionen
- Verlust von Arbeitsplätzen
- Schwächung des Service Public
1. Angriff auf den Service Public
- Der Service Public wird gezielt geschwächt.
- Vorbild für spätere Angriffe auf ÖV, Post und Infrastruktur.
- Politisches Klima gegen öffentliche Dienstleistungen wird verschärft.
- Schrittweise Aushöhlung des Service Public.
2. Wer zahlt den Preis? Das Personal!
- Betroffen ist das gesamte Personal, nicht die Spitzenverdiener.
- Gefährdet: Techniker:innen, Produktionsmitarbeitende, Medienschaffende.
- Tausende Arbeitsplätze bei SRG und Zulieferbetrieben stehen auf dem Spiel.
3. Weniger Sichtbarkeit für gewerkschaftliche Anliegen
- Schwächere Medienlandschaft = weniger Raum für Themen wie Arbeitsbedingungen, ÖV-Finanzierung, Sicherheit.
- Sozialpartnerschaft braucht öffentliche Sichtbarkeit.
- Ohne starke Medien haben Arbeitnehmer:innen weniger Stimmen.
4. Gefahr für sprachregionalen und sozialen Zusammenhalt
- Minderheitensprachen wie Französisch, Italienisch und Rätoromanisch besonders gefährdet.
- Zuerst gestrichen: regionale Angebote, lokale Nachrichten, Randregionen.
- Die Schweiz lebt vom Zusammenhalt der vier Sprachregionen – dafür braucht es starken Service Public.
5. Frontalangriff auf unabhängigen Journalismus
- Weniger Mittel = weniger Recherche, Hintergrundberichte, Kontrolle von Politik und Wirtschaft.
- Gefahr: Dominanz kommerzieller und internationaler Medienkonzerne.
- Unabhängige Medien sind Grundpfeiler der Demokratie.
- Menschen mit tieferem Einkommen oder in abgelegenen Regionen sind besonders angewiesen auf verlässliche Medien.
6. Auch private Medien leiden
- SRG zieht viele Produktionen und Kooperationen nach sich – bricht das weg, leiden Private mit.
- Weniger Vielfalt auf dem Medienmarkt.
- Weniger Konkurrenz = weniger Qualität und kritische Berichterstattung.
Aus diesen Gründen empfiehlt der Vorstand des SEV am 8. März 2026 Nein zur SRG-Initiative zu stimmen.